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T-Systems steigt in den Segelsport ein

IT-Tochter der Telekom ändert Kommunikations-Strategie und setzt weltweit auf Wassersport / Sponsoring geplant

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 03.03.2004

YACHT (Montage9 Setzt Segel: Telekom-Tochter T-Systems wirbt künftig mit Wassersport

Es ist das erste Mal, dass ein internationales Top-Unternehmen derart konsequent mit dem Segelsport wirbt. Von kommender Woche an wird T-Systems, das IT-Dienstleistungsunternehmen der Telekom mit einer neuen Image-Kampagne starten. Im Zentrum: Segeln auf höchstem Niveau.

Und es wird, wie die YACHT vorab erfuhr, nicht bei bunten Bildern bleiben.
Auch im Sport-Sponsoring wollen die Frankfurter um Vorstand Konrad F. Reiss neue Wege beschreiten.

Nach Angaben von Dieter Schweer, Mitglied der Geschäftsleitung und zuständig für Corporate Marketing, prüft das Unternehmen derzeit verschiedene Möglichkeiten, sich national und international im Regattabereich zu engagieren. Gespräche mit den wichtigsten Repräsentanten des Sports laufen. Es sei aber zu früh, um konkrete Projekte zu benennen. „Wir sondieren noch.“

Die Entscheidung fürs Segeln fiel nach intensiven Untersuchungen zu Jahresbeginn. Weil Segeln die für T-Systems wichtigsten Imagefaktoren wie Flexibilität, Teamwork, Internationalität und Emotionalität ideal vereint, beschloss das Unternehmen (42.000 Mitarbeiter, ca. 11 Mrd. Euro Umsatz), neben der neuen Werbekampagne auch den gesamten Auftritt zur Mitte März beginnenden weltgrößten Computer-Fachmesse CeBit in Hannover entsprechend zu gestalten.

Von der Homepage bis hin zu Stellenanzeigen werden künftig sämtliche Medien und Kommunikationsmaßnahmen weltweit mit Segelmotiven versehen sein. Derart nachhaltig hat noch kein Großunternehmen das Genre genutzt.

T-Systems Zeigt Pioniergeist: T-Systems Vorstand Konrad F. Reiss nutzt Segeln so konsequent wie kein anderer für den Imagetransfer

Andere Firmen wie die Deutsche Bank, DaimlerChrysler und Audi belassen es bisher bei meist sehr begrenzten Engagements. Selbst BMW, mit Oracle gemeinsam im America´s Cup engagiert und derzeit der wohl größte deutsche Segel-Promoter, nutzt Regatta-Segeln nur als eine von mehreren Sportarten für die Kommunikation der Marke.

Deshalb bewerten Experten die Entscheidung von T-Systems als wichtiges Signal für die Neubewertung der bislang noch nicht konsequent genutzten Plattform Wassersport. Tatsächlich ist das ganze Potenzial, das Segeln gegenüber Fußball, Tennis oder Formel 1 hat, bisher nicht ansatzweise umgesetzt worden. Das hat die große Medienresonanz auf Illbrucks Sieg im Volvo Ocean Race (2002), Jochen Schümanns America´s Cup Triumph mit Alinghi und auf die DCNAC (beide 2003) gezeigt.


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Themen: RegattaSegelsport-SponsoringSponsoringT-Systems

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