Micro-Segler
Sven Yrvind nach Azoren-Reise nach Schweden zurückgekehrt

Mehrere Wochen war der 82-jährige Ausnahmesegler mit seiner nur 5,70 Meter langen "Exlex" auf dem Atlantik unterwegs. Nun wartet bereits das nächste Projekt

  • Fabian Boerger
 • Publiziert am 17.08.2021
Erkenntnisse der Azoren-Reise sollen in die Konstruktion eines neuen Bootes einfließen Erkenntnisse der Azoren-Reise sollen in die Konstruktion eines neuen Bootes einfließen Erkenntnisse der Azoren-Reise sollen in die Konstruktion eines neuen Bootes einfließen

Yrvind/Beppe Backlund Erkenntnisse der Azoren-Reise sollen in die Konstruktion eines neuen Bootes einfließen

Ein weiteres Abenteuer des Micro-Seglers Sven Yrvind ist vorbei. Schwedischen Medienberichten zufolge ist der 82-Jährige vor einer Woche mit seiner rund 5,80 Meter langen, kanuartigen „Exlex“ von den Azoren ins irische Baltimore gesegelt und jetzt nach Schweden zurückgekehrt.

Gestartet war der Einhandsegler, der schon öfter wegen seiner Reisen mit winzigen, selbst konstruierten Schiffen Schlagzeilen machte , schon Ende Juni 2020 im norwegischen Ålesund. Von dort segelte er in 78 Tagen 3571 Seemeilen über den Atlantischen Ozean. Am 13. September machte er auf den Azoren im Hafen von Horta fest, wo die "Exlex" überwinterte.

Im Frühjahr 2021 unternahm Yrvind dann einen Abstecher zur Insel Madeira. Im Anschluss kehrte er zurück auf die Azoren, bevor er nun Mitte Juli 2021 die Rückreise nach Europa antrat. „Ich freue mich, wieder zu Hause in meiner Werkstatt zu sein, obwohl ich auch die Zeit auf dem Wasser genossen habe“, sagt der Schwede in seinem neuesten Video auf YouTube.

Wie für den schwedischen Extremsegler üblich, wählte Yrvind auch für diesen Törn ein besonderes Gefährt. Mit einer Länge von rund 5,80 Metern und einer Breite von gerade mal über einem Meter ist die „Exlex“ schmaler als ein Optimist und etwas mehr als doppelt so lang. Wegen der geringen Segelfläche von maximal vier Quadratmetern liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei lediglich zirka zwei Knoten.

Auf seiner Internetseite berichtet der Schwede in unregelmäßigen Abständen von seiner Reise. Unter anderem schilderte er dort seine Erfahrungen mit Walen, die ihn zeitweise begleiteten, oder von Stürmen, in die er vor der Küste Irlands geriet. Für das Schiff sollten schwerer Seegang und Sturm kein Problem sein. Es ist so gebaut, dass es durchkentern kann und laut Yrvind unsinkbar ist.

Zurück in Schweden wird der 82-Jährige, der bis heute den Rekord für die Kap-Hoorn-Rundung im kleinsten Segelboot hält, nun seine Arbeiten an einem neuen Bootsprojekt fortsetzen – der sogenannten „Exlex the Canoe Yawl“. Die Erfahrungen der Reise sollen in das neue Boot einfließen.


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Themen: AzorenAzorentörnExlexMicro-SegelnMicroyachtSven YrvindYrvind

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