Abenteuer

Sven Yrvind gescheitert

Der Schwede wollte mit seiner nur 19 Fuß langen "Exlex" von Irland nach Neuseeland – nonstop! Er kam nur bis Madeira. Aufgeben will der 79-Jährige dennoch nicht

Pascal Schürmann am 09.07.2018
Sven Yrvind Mikroboot Exlex 2017 NKr_0817_yrvind_segeln_078
YACHT/N. Krauss

Sven Yrvind auf seiner "Exlex" bei einem ersten Trimmschlag vor Stockholm

Das Boot ist zu schwer, es gibt Probleme mit der Steuerung, es ist innen zu eng, und es gibt keine Möglichkeit, die Segel sicher durch die Luken zu bedienen. So die vorerst knappe Begründung, weshalb der passionierte Kleinstbootsegler mit seiner knallgelben Eigenkonstruktion "Exlex" vor zwei Tagen entschieden hat, Porto Santo im Inselarchipel von Madeira anzusteuern.

Am 21. Mai war Sven Yrvind in Cork an der Küste Westirlands aufgebrochen; einhand und ohne Zwischenstopp hatte er bis nach Neuseeland segeln wollen. Sein Boot, das gerade einmal über vier Quadratmeter Segelfläche verfügt und 0,8 Tonnen verdrängt, war von Beginn an langsamer als kalkuliert vorangekommen. Zehn Monate hatte Yrvind für die Reise veranschlagt. Ernähren wollte er sich unterwegs ausschließlich von Müsli und Sardinen und seinen Durst mit Regenwasser stillen.

Ans Aufhören denkt der Tüftler trotz des Misserfolgs nun aber nicht. Er kündigt einen neuen Versuch an, dann aber mit einem anderen Boot, das er wiederum selbst erfinden möchte. Über das Design und die Lösungen der jetzt aufgetretenen Probleme hat er sich in den vergangenen Wochen auf See bereits ausgiebig Gedanken gemacht.

Ein ausführliches Porträt der "Exlex" und ihres Erbauers ist in YACHT 4/2018 erschienen und im YACHT-PDF-Download erhältlich.

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Pascal Schürmann am 09.07.2018

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