Alkohol am Ruder

Suff-Segler havarieren auf der Nordsee

Ein betrunkener Einhandsegler rammt und beschädigt auf Helgoland fünf Yachten. Und ein stark alkoholisierter Skipper kommt in der Wesermündung fest

Uwe Janßen am 18.07.2018
Alkohol am Ruder
O. Barrientos

Wie die Polizeidirektion Itzehoe mitteilt, hat ein Einhandsegler am gestrigen Dienstagnachmittag heftige Karambolagen im Hafen von Helgoland verursacht. Der 78-Jährige fuhr demnach „um 14.20 Uhr in den Hafen ein und rammte an der Nordkaje fünf an der Pier festgemachte Motor- und Segelboote“. Zeugen sagten aus, der Mann sei zuvor hinter dem Ruder zusammengesackt. „Zwei der Zeugen“, so heißt es im Polizeibericht weiter, „sprangen auf das Segelschiff und führten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch. Zudem legten sie das Boot am Ponton an.“

Der Segler wurde ärztlich erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus eingeliefert. Dort fiel dem Personal seine „Fahne“ auf, jedoch verweigerte der Mann einen Atemalkoholtest. Auf richterliche Anordnung wurden ihm daraufhin Blutproben entnommen.

Bei den Kollisionen ist laut Polizei „erheblicher, noch nicht genau zu beziffernder Sachschaden“ entstanden.

Zuvor, am Sonntagabend, war aus vermutlich ähnlichen Gründen eine Zwölf-Meter-Segelyacht vor Fedderwardersiel auf Grund gelaufen. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Hermann Rudolf Meyer“ wurde auf den Festsitzer aufmerksam und bot Hilfe an. Der Skipper lehnte vehement ab und benahm sich auch sonst offenbar verdächtig. 

Bei einer Kontrolle durch die Wasserschutzpolizei Bremerhaven stellte sich dann heraus, dass der Mann stark alkoholisiert war. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt, der in Bremerhaven stationierte Rettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“ schleppte die Yacht dorthin ein. 

In beiden Fällen wurden Ermittlungen wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr eingeleitet. 

Uwe Janßen am 18.07.2018

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