1000 Meilen Race

Steile Lernkurve, jetzt naht die Entscheidung!

Das YACHT-Auswahl-Training für die sechs Plätze während des Pitter Races von Biograd nach Lefkas und zurück ist beendet. Eindrücke und erste Lehren

Andreas Fritsch am 03.05.2018
Pitter Training
YACHT/A. Fritsch

Es war eine vollgepackte, lehrreiche und auch schöne Woche: Sieben Tage lang feilten 10 YACHT-Leser bei strahlendem Sonnenschein an ihrer Seemannschaft, um einen der sechs Plätze für das Rennen zu ergattern. Die Redaktion hatte bewusst in der Ausschreibung betont, dass keine speziellen Langstrecken-Regattakenntnisse nötig seien, lediglich ein gewisses Maß an Hochsee-Erfahrung, ein Segelschein sowie Seefestigkeit.

Auswahltraining Pitter 1000 Meilen Kroatien 2018 NGü_8C8A9838

In Biograd trafen an Bord der Bavaria 45 "Black Pearl" vier Frauen und sechs Männer aufeinander, deren Wissensstand tatsächlich krass unterschiedlich war. Da wurde in den ersten Tagen schon mal die Winsch falsch herum belegt, beim steuern am Wind ständig um 10, 20 Grad abgefallen und wieder angeluvt, Segel nicht getrimmt.

Doch das war einkalkuliert: Es geht darum, eine Crew zusammenzustellen, die genug erfahrene Segler umfasst, welche dem Abenteuer einer 1000-Meilen-Regatta gewachsen sind, aber auch ein paar Leute an Bord zu haben, die einfach für die Chance eines derartigen Abenteuers brennen – am besten von beiden Enden. Das Ziel ist ein gutes, harmonisches Team, eine schlagkräftige Truppe, die das Boot sicher nach Lefkas und zurück segelt. Ein Boot voller Kapitäne braucht es nicht.

Fotostrecke: Pitter 1000 Meilen Training

Natürlich ist da trotzdem reichlich Ehrgeiz an Deck: Alle wollen alle so gut sein wie nur irgend möglich. Aber es sollen auch nicht Regatta-Hotshots mit Profi-Skipper an den Start gehen, für die es ausschließlich drauf ankommt, aufs Podium zu segeln. Ankommen und dabei "geil bleiben", wie es Teilnehmer Boris Tempelin formulierte, lernen und als Team ein Erlebnis haben, von dem man noch seinen Enkeln als alter Knacker vorschwärmt, so der Plan. 

Und der Wille aller Teilnehmer machte mögliche Defizite mehr als wett: Alle hängten sich voll rein, durchlebten eine steile Lernkurve. Gennaker-Halsen und -Bergen klappte zuletzt fließend, der Segeltrimm war nach Wenden und Halsen in Windeseile wieder hergestellt. Bei der Nachtfahrt, die von dreistündigem Einparken bei exakt 0,0 Knoten Wind bis zur Rauschefahrt durch die Kornaten unter Gennaker mit 6,6 Knoten viel zu bieten hatte, zeigte sich, dass die Teilnehmer als Crew erstaunlich schnell und harmonisch zusammengewachsen waren. 

Die Woche hat viele tiefe Einblicke in die Vorbereitung so einer Langstrecken-Regatta gegeben: Bootshandling unter Gennaker und dessen Handling bei Nacht, unterschiedliche Wachsysteme, Routen- und Wetter-Taktik und auch die technische Vorbereitung eines normalen Charterbootes auf so eine Herausforderung. Wo muss man schauen, was muss getunt, kontrolliert, ergänzt werden?

Die Erkenntnisse sind vielschichtig, wir präsentieren sie in YACHT 12/2018 (ab dem 30. 5. am Kiosk). An dieser Stelle werden wir dann auch die Teilnehmer für das Rennen bekanntgeben. Und am Tag des Verkaufsstarts geht auch das Video über das Training auf YACHT tv online. So stay tuned.

Logo The Race 1000 Miles

Sponsoren des Rennens

Andreas Fritsch am 03.05.2018

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