Jules Verne Trophy

"Spindrift 2" weiter auf Rekordkurs

Das Kap der Guten Hoffnung ist die wichtige nächste Wegmarke, Yann Guichard und Crew liegen gut in der Zeit. Ein Video erklärt die taktischen Überlegungen

Andreas Fritsch am 24.01.2019
Spindrift 2
T. Martinez/Spindrift

Auf Rekordkurs: "Spindrift 2"

Nachdem die Äquator-Überquerung in neuer Rekordzeit (4 Tage, 20 Stunden, 7 Minuten) vor drei Tagen vonstatten ging, läuft es bei dem französischen Spindrift-Team von Yann Guichard und Dona Bertarelli weiter rund. Nach knapp acht Tagen liegen die zwölf Segler mit ihrem Monster-Tri "Spindrift 2" 488 Seemeilen – beziehungsweise gut 24 Stunden – vor dem Rekord von Francis Joyon und seiner Crew auf "Idec Sport" von 2017.

Spindrift

Der Stand des Rekordversuchs

Zurzeit gilt es ein schmales Band mit etwas weniger Wind zu umfahren, doch sollte das kein allzu großes Problem darstellen. Und danach zieht ein Tief auf, das mehr Dampf bringen dürfte. In einem Video des Teams erklärt Yann Guichard die Taktik bis zum Kap der Guten Hoffnung: 

"Unser erklärtes Ziel ist es, es nach elf, maximal zwölf Tagen zu erreichen. 'Idec Sport' hat 2017 zwölf Tage und 19 Stunden gebraucht. Wir benötigen bis dahin einen Vorsprung, denn danach im Indischen Ozean waren sie sehr schnell", so der 45-Jährige. Er spricht auch offen über die Option, den Rekordversuch abzubrechen, wenn diese Marke verfehlt werden sollte: "Etwa auf Mitte der brasilianischen Küste, nach ungefähr sechs Tagen, müssen wir entscheiden, ob wir weiterfahren oder nicht. Sollten dort absehbar sein, dass wir deutlich hinter 'Idec Sports' Zeit liegen, wäre ein neuer Rekord wirklich sehr schwer. Die Alternative ist abzubrechen und in Brest ein neues Wetterfenster abzuwarten." Doch der Rückweg dauere etwa doppelt so lange wie der Weg bis hierher und mit kurzem technischem Check des Bootes und neuer Verproviantierung wäre ein neuerlicher Start frühestens in drei Wochen möglich. Da das Team mittlerweile über sieben Tage unterwegs ist, ist also davon auszugehen, dass Guichard weitersegelt.

Die Chancen stehen gut, dass der Vorsprung von etwa 24 Stunden bis zum Kap der Guten Hoffnung gehalten oder sogar noch leicht verbessert werden kann. 

Andreas Fritsch am 24.01.2019

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