Nord-Ostsee-Kanal

Sperrung der Großen Südschleuse in Brunsbüttel verlängert

In Kiel-Holtenau und Brunsbüttel kommt es weiter zu Engpässen. Grund sind Reparatur- und Wartungsarbeiten in den Schleusenkammern

Kristina Müller am 12.06.2019
Schleuse Brunsbüttel 19k3_7788.jpg
WSA Brunsbüttel

Die Schleusenanlage in Brunsbüttel

An den Schleusenanlagen des Nord-Ostsee-Kanals kommt es weiterhin zu Engpässen. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel gestern bekannt gab, wird die Sperrung der Großen (Neuen) Südschleuse in Brunsbüttel bis zum 2. August 2019 verlängert. Ursprünglich war die Sperrung für umfangreiche Unterhaltungsarbeiten an der Südseite von Tor 4 nur bis zum 14. Juni vorgesehen.

Nun steht die Große Südschleuse weiterhin während der Tagesarbeitszeit (Montag bis Freitag von 7 Uhr bis zirka  16 Uhr der Schifffahrt nicht zur Verfügung. In BfS 25/19 heißt es dazu: 

"Da erst nach Ausbau der alten Schützschienen im trocken gelegten Umlauf 10 (Tor 4-Südseite) der genaue Reparaturumfang festgelegt werden konnte, muss die Bauzeit der Maßnahme bis zum o.g. Datum verlängert werden."

In Kiel-Holtenau werden aktuell nacheinander die beiden Kammern der großen Südschleuse für jeweils acht Wochen gewartet, sodass hier wochenlang nur durch eine Kammer geschleust werden kann. Die Termine sind:

Nordkammer: 23. April bis 14. Juni 2019

Südkammer: 5. August bis 27. September 2019

Zu den Arbeiten heißt es seitens des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Kiel-Holtenau:

"Wir baggern im Bereich des Binnenhafens in der Zufahrt zur Großen Schleuse. In diesem Bereich sind die Wassertiefen nicht mehr ausreichend vorhanden. Wir reinigen die Schleuse (auch unter Wasser) und führen eine Bauwerksinspektion durch. Bewuchs an den Schleusenwänden wird entfernt. Deshalb werden auch in der Schleusenkammer Baggerarbeiten ausgeführt.

Wir beseitigen Schäden, die bei den letzten Inspektionen festgestellt wurden (z.B. werden die Schienen, auf denen das Schleusentor fährt, instand gesetzt). Die letzte Bauwerksprüfung hat aus besonderem Anlass im Jahr 2017 stattgefunden. Die Substanz des Massivbauwerks der Großen Schleuse wurde analysiert. Zahlreiche Bohrkerne wurden entnommen und diverse andere Aufgaben erledigt. Die Schleusenwartung 2019 ist notwendig, um die planmäßige Verfügbarkeit der Schleuse sicher stellen zu können.

Es kommt dabei zu den turnusmäßigen Prüfungssperrungen (2 x 8 Wochen). Nur so ist es möglich, alle Teile in Augenschein nehmen zu können. Die Prüfsperrungen werden selbstverständlich auch genutzt, um vorbeugende Baumaßnahmen durchzuführen. Diese tragen zum Erhalt der Betriebssicherheit unserer über 100 Jahre alten Anlage bei."

Kristina Müller am 12.06.2019

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