TV-Tipp
Spektakulärer Seeunfall aufgearbeitet

Motoryacht überläuft Surfer – der NDR zeigt morgen um 21.15 Uhr einen Beitrag über die folgenschwere Havarie in der Lübecker Bucht

  • Uwe Janßen
 • Publiziert am 12.08.2013

BSU Die 3600 PS starke „Seewind“, die den Surfer überlief

Spätestens seit Veröffentlichung des Berichts der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung und eines großes Dossiers in der „Zeit“ wird ein Vorfall an deutschen Küsten intensiv diskutiert: Am 7. August 2011 überlief die Sunseeker Predator ”Seewind“ vor Pelzerhaken mit über 38 Knoten einen Surfer und verletzte ihn lebensgefährlich. Das Opfer, ein  heute 61-Jähriger aus Eutin, verlor ein Bein.

BSU Die Überreste des Surfbretts

Das Amtsgericht Kiel hat dem 73 Jahre alten Motoryachtskipper Anfang Juli einen Strafbefehl erteilt: acht Monate Haft auf Bewährung und 10.000 Euro Geldstrafe.

Der Vorfall war auch deshalb allerorten ein Thema, weil die Schuldfrage juristisch nicht eindeutig zu klären schien: Nach der Seeschifffahrtsstraßenordnung wäre der Surfer ausweichpflichtig gewesen.

Ferner setzte unter der provokanten Frage „Wem gehört die See?“ eine Debatte darüber ein, ob die Grenzen der Belastbarkeit eines Reviers durch das Miteinander sehr vieler Aktiver aus unterschiedlichen Wassersportarten auf relativ kleinem Raum nicht erreicht oder gar überschritten seien.

Die Redaktion des NDR-Magazins „Panorama 3" hat die Vorgänge aufgearbeitet und mit Beteiligten gesprochen. Der Beitrag wird am Dienstag um 21.15 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt.

Der Unfall hatte eine erbitterte Diskussion um die sich in Teilen widersprechenden Vorfahrtsregeln (Seeschifffahrtsstraßenordnung, Kollisionsverhütungsregeln) in dem Küstengebiet ausgelöst.


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Themen: HavarieSeenotSeeunfallSurfer

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