Havarie
"Sharki" (Ex-"Rubin") geborgen

Eineinhalb Tage, nachdem der ehemalige siegreiche deutsche Admiral's Cupper in der Außenelbe gesunken war, wurde er gestern gehoben und nach Cuxhaven geschleppt

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 14.08.2020
Die Bergung der "Sharki" (Ex-"Rubin") auf der Elbe Die Bergung der "Sharki" (Ex-"Rubin") auf der Elbe Die Bergung der "Sharki" (Ex-"Rubin") auf der Elbe

Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) Die Bergung der "Sharki" (Ex-"Rubin") auf der Elbe

Gestern Nachmittag ist die in der Elbmündung vor Cuxhaven gesunkene, unter polnischer Flagge fahrende "Sharki" erfolgreich geborgen und das gesamte Fahrwasser um die Unfallstelle wieder für den Verkehr freigegeben worden. Durch den Einsatz von Tauchern und zwei Schleppern wurde die Yacht vom Grund angehoben und nach Cuxhaven geschleppt. Dort wird das Schiff voraussichtlich noch am heutigen Freitag an Land gehoben. Das teilte gestern Abend das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Cuxhaven mit.

Die schnelle Bergung des Wracks war notwendig geworden, weil sich die Lage des gesunkenen Schiffes im Laufe des Mittwochs verändert hatte. Hierzu erläutert der im WSA Cuxhaven für den Schiffsverkehr verantwortliche Mike Brodhagen: "Eine erste Untersuchung der Unfallstelle mit dem Mehrzweckschiff Neuwerk und dem Peilschiff Grimmershörn am Morgen des 12. 8. ergab, dass die 'Sharki' flach am Grund lag. Im Laufe des Tages hat sich das gesunkene Schiff jedoch wieder aufgerichtet, sodass der Mast aus dem Wasser ragte. In der Folge hat sich die erste Bewertung der Gefahrenlage verändert: Die 'Sharki' lag im tiefen Teil des Fahrwassers, auf den die großen Schiffe angewiesen sind, und der aufragende Mast stellte eine erhebliche Gefahr für den Schiffsverkehr dar."

Der Schiffsverkehr auf der Elbe hatte von der Verkehrszentrale Cuxhaven um die Unfallstelle herumgeleitet werden müssen. Parallel beauftragte das WSA Cuxhaven ein ortsansässiges Bergungsunternehmen, das Wrack zu bergen. Die Beauftragung war erforderlich, da aufgrund der konkreten Gefahrensituation ein rechtzeitiges Handeln des Schiffseigners nicht angenommen werden konnte.

Die Segelyacht war in der Nacht vom 11. auf den 12. August in der Außenelbe zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk gesunken. Alle an Bord der havarierten Segelyacht befindlichen Personen konnten durch die DGzRS gerettet werden. Der genaue Unfallhergang wird gegenwärtig von der Wasserschutzpolizei ermittelt. Nach ersten Erkenntnissen ist nicht auszuschließen, dass das Sinken des Schiffes im Zusammenhang mit einer Tonnenkollision steht.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ist verantwortlich für die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs auf den Bundeswasserstraßen sowie für den Zustand der Bundeswasserstraßen für den Schiffsverkehr. Dazu zählt auch die Beseitigung von Hindernissen, soweit diese eine Gefahr für die vorgenannten Bereiche darstellen. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Cuxhaven ist örtlich zuständig für die Unterelbe ab St. Margarethen bis in die Nordsee.


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