DSV
Seglertag 2009 am kommenden Wochenende

Drei Präsidiumsmitglieder müssen ersetzt werden, Satzungsänderung beantragt

  • Lasse Johannsen
 • Publiziert am 07.10.2009

In Friedrichshafen wird über die Hälfte des Präsidiums verabschiedet. Turnusgemäß scheiden Emil Steinke (Leistungssegeln), Lorenz Walch (Umwelt und Recht) sowie Christoph Hillebrand (Finanzen) aus. Eine Wiederwahl ist nicht möglich. Auseinandersetzen müssen sich die Delegierten auch mit einem Antrag zur Aufgabenverteilung zwischen den Organen des DSV.

Das Präsidium schlägt Torsten Haverland (Schweriner Yacht-Club) für Steinkes, Dietmar Reeh (Deutscher Touring Yacht Club) für Walchs und Udo Scheer (SC Hattingen) für Hillebrands Nachfolge vor.

Aus den weiteren Anträgen wird, wie schon vor zwei Jahren in Leipzig, der Wunsch der Mitgliedsvereine deutlich, mehr Mitbestimmungsrechte auf dem Seglertag zu bekommen. So beantragen der Düsseldorfer Yachtclub, der Yacht-Club Bayer Leverkusen sowie die Segel- und Kanugemeinschaft Bruchtalsperre zusammen die Änderung von § 7 des DSV-Grundgesetzes.

In diesem wird die Aufgabenverteilung zwischen den Organen des DSV festgelegt. Danach hat die Delegiertenversammlung auf dem Seglertag keinerlei Beschlusszuständigkeit mit unmittelbarer Auswirkung auf die Arbeit des Präsidiums. Diese Kompetenz hat allein der Seglerrat, bestehend aus den 16 Landesseglerverbandsvorsitzenden und weiteren 16 vom Seglertag gewählten Mitgliedern. Der Seglertag kann dem Seglerrat Empfehlungen aussprechen, ansonsten ist diese einzige Zusammenkunft aller Vertreter der Mitgliedsvereine lediglich für Personalentscheidungen zuständig.

Das Präsidium verteidigt seine starke Stellung als alleiniges Exekutivorgan des Verbandes als Ergebnis eines langwierigen Reformprozesses in den siebziger Jahren. Früher habe es auf Seglertagen endlose Debatten und Abstimmungen über fachspezifische Themen gegeben, eine Arbeit, die in die jeweiligen Gremien gehöre. Das Präsidium argumentiert ferner, es müsse auch zwischen den Seglertagen stets handlungsfähig sein, ein Eingriff in Exekutivaufgaben durch den Seglertag sei daher kontraproduktiv.

Bereits auf dem Seglertag 2007 wurde ein vergleichbarer Antrag von Vertretern beider Standpunkte engagiert und emotional diskutiert. In der Satzungsreform sei über das Ziel hinausgeschossen worden, wenn die Delegierten nunmehr anreisten, ohne über Inhalte abstimmen zu dürfen, so die Antragsteller. Außerdem sorge schon das Vereinsrecht dafür, dass zwischen den Seglertagen einzig das DSV-Präsidium entscheidungsberechtigt sei.

Ob sich eine derartige Debatte wiederholt, wird mit Spannung erwartet. 2007 wurde der Empfehlung des Präsidiums gefolgt und der Antrag abgelehnt.

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Themen: DSVSeglertag

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