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Segler vom Chiemsee gestorben

Sturmtief "Yasna" wirbelte über Deutschland hinweg

  • Mareike Feldmann
 • Publiziert am 24.06.2004

Es war alles andere als freundliches Sommerwetter, was gestern (am Mittwoch) in ganz Deutschland zu beobachten war. Das Nordseetief "Yasna" mit zum Teil stürmischen Winden richtete in vielen deutschen Regionen erhebliche Schäden an.

Tragisch endete der Wettereinbruch vom Mittwochnachmittag für einen Segler auf dem Chiemsee, der mit zwei Bekannten unterwegs war. Die circa vier Windstärken aus nordwestlichen Richtungen trugen stärkere Gewitterböen in sich, sodass eine Sturmwarnung für das gesamte Segelrevier ausgegeben wurde. Vorbildlich folgten die drei Männer auf der Manta-Segelyacht den Weisungen und steuerten ihren Heimathafen in der Feldwieser Bucht an. Gegen 17 Uhr kenterte der knapp sechs Meter lange Kielschwerter, als er von einer Bö erfasst wurde.

Einer der Segler überlebte den Sturz ins 15 Grad kalte Wasser nicht. Schon nach wenigen Minuten trieb er leblos im Wasser. Seine Begleiter zogen ihn umgehend zum nahen Ufer, doch der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod des 62-jährigen Mannes feststellen.

Im gesamten Bundesgebiet richtete der Sturm Sach- und auch Personenschäden an. Verkehrsunfälle auf den Autobahnen, abgedeckte Häuser, fallende Äste, umgeknickte Bäume und andere Beschädigungen waren die Folge der mit Gewittern durchsetzten Regenfront. Hunderte von Gebäuden in Micheln in Sachsen-Anhalt erlitten nach einer Windhose Schäden.

Auf der Nordseeinsel Borkum wurde eine Mitarbeiterin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft schwer verletzt. Dort hatte sich ein Tornado gebildet, der die DLRG-Station umriss, wobei die Frau durch ein Fenster geschleudert wurde. Das Tief "Yasna" zieht nun gen Osten ab.


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Themen: SturmUnglück

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