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"Sedov" zu Unrecht beschlagnahmt

Großsegler kann Frankreich wieder anlaufen

Sascha Burkhardt am 01.07.2002

Die Betreiber der weltgrößten traditionellen Viermastbark, der russischen "Sedov", haben künftig vor Schweizer Gläubigern nichts mehr zu befürchten.

Zumindest in Frankreich nicht mehr, wo das Schulschiff im Sommer 2000 von Gerichtsvollziehern an die Kette gelegt wurde: eine peinliche Aktion während des damaligen Traditionsseglertreffens von Brest.

Die Schweizer Firma Noga, die eine Schuld des russischen Staates über 70 Millionen Euro eintreiben wollte, hatte damals eine Beschlagnahmung der "Sedov" beantragt und im Schnellverfahren auch zugesprochen bekommen. Elf Tage lang blieb die "Sedov" im Hafen von Brest, bis ein anderes französisches Gericht entschied, dass der Segler der Universität von Murmansk gehöre und damit nicht zur Begleichung dieser Schuld beschlagnahmt werden dürfe.

Vergangene Woche hat ein Berufungsgericht nun diese Entscheidung bestätigt und die Firma Noga zur Zahlung eines Schadensersatzes von 45000 Euro an die russische Universität und 38000 Euro an den Veranstalter des Traditionsseglertreffens Brest 2000 zu zahlen.

Die peinliche Affäre um den Viermaster war damals bis in höchste politische Ebene vorgedrungen: Der russische Staatspräsident Putin hatte deswegen ein geplantes Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Chirac boykottiert.

Die "Sedov" war im Mai 2002 auch beim Hamburger Hafengeburtstag zu sehen.

Sascha Burkhardt am 01.07.2002

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