Rekordfahrt

Sedlacek kann's nicht lassen

Der österreichische Extremsegler ist schon wieder auf See. In 60 Tagen will er den Nordatlantik von Florida nach Frankreich überqueren

Johannes Erdmann am 19.05.2014
Harald Sedlacek

"Fipofix" vor der Kulisse von Palm Beach

Knapp vier Wochen ist es her, dass Harald Sedlacek nach 87 Tagen auf See das amerikanische Festland bei Palm Beach getroffen hat. Eine Atlantiküberquerung, die durch wechselhafte Winde, zu knapp gewählten Proviant und vor allem durch die Tatsache, dass der segelnde Untersatz kaum fünf Meter misst, eine körperliche wie psychische Herrausforderung darstellte. Umso verblüffender die Meldung, dass der 32-jährige Extremsegler bereits wieder auf See ist. Am Freitag bereits wurde er mit seinem Vulkanfaser-Microkreuzer "Fipofix" vor die Küste Floridas geschleppt und die Leine losgeworfen. In 60 Tagen will der junge Mann den Ausgangspunkt der Reise, das französische Les Sables d'Olonne, erreichen. Bis dahin liegen 4.500 Seemeilen vor ihm.

Nach der ersten Nacht auf See meldete Sedlacek per Satellitentelefon: "Sonnenschein und 30 Grad Außentemperatur. Die Eingewöhnung an das Leben an Bord wird wohl noch ein wenig dauern, zurzeit bin ich immer noch leicht seekrank." Zumindest scheinen die Elektronikprobleme, die ihn während der vergangenen Atlantiküberquerung Richtung Florida auf Trab hielten, vorerst beseitigt worden zu sein. Der Autopilot war damals bereits vor der Küste Spaniens ausgefallen und zwang den Extremsegler dazu, ständig von Hand Ruder zu gehen. 

Auch scheint das Schiff nach den Hafentagen nun etwas schneller zu segeln. Während Sedlacek auf der Atlantiküberquerung gen Westen nur Durchschnittsgeschwindigkeiten von unter drei Knoten erreichte, zeigt die Logge laut den Meldungen von Bord nun immer öfter zwischen 4,5 und 7 Knoten.

Harald Sedlacek

Harald Sedlacek während der Vorbereitungen in den USA

Die Reise kann auf www.open16.com und auf Facebook verfolgt werden.

Außerdem erscheint in der YACHT 12/2014 (ab 28. Mai am Kiosk) ein großes Interview mit Harald Sedlacek, in dem wir ihn zur vergangenen Atlantiküberquerung und den Rückschlägen befragt haben.

Johannes Erdmann am 19.05.2014

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