Kriminalität
Schlag gegen international agierende Yachtdiebe

In Montenegro konnte mit Unterstützung deutscher Fahnder unter anderem eine 500.000 Euro teure Hanse sichergestellt werden

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 19.12.2019
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Ben Scheurer Schlag gegen international agierende Yachtdiebe

Beamte des bei der Wasserschutzpolizeistation Konstanz angesiedelten Kompetenz-Zentrums Bootskriminalität (KBK) Baden-Württemberg haben geholfen, dass bei zwei größeren Einsätzen gegen international agierende Boots- und Motorendiebe auf dem Westbalkan mehrere gestohlene Boote wiedergefunden wurden. Insgesamt habe man zehn Motorboote, zwei Segelyachten, drei Jetskis (Wassermotorräder) und sieben Außenbordmotoren im Gesamtwert von knapp 1,2 Millionen Euro sicherstellen können. Die Schiffe und Motoren seien in Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Slowenien, Italien und der Türkei entwendet worden.

Ein Spezialist des Konstanzer KBK hatte gemeinsam mit einem Fahnder aus den USA und Großbritannien sowie mit vom KBK geschulten einheimischen Kräften der Grenzpolizei in Montenegro landesweit und an sämtlichen Grenzübergängen über 400 Sportboote und zirka 200 Außenbordmotoren sowie Bootstrailer kontrolliert. Aufgrund der Kontrollen wurden gegen mehrere Verdächtige aus sechs Nationen Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Eine im Jahr 2018 in Italien gestohlene Segelyacht des deutschen Herstellers Hanse im Zeitwert von zirka 500.000 Euro war der größte Fahndungstreffer. Die Rumpfnummer der Yacht sei professionell gefälscht worden, ebenso wie die Motorennummern und die amerikanischen Dokumente, die zur Erlangung der US-Registrierung vorgelegt worden waren.


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