Stralsund
Schifffahrtsamt vermisst 20 Seetonnen

Nach dem Rückgang des Eises im Strelasund begibt man sich auf die Suche nach verschwundenen Seezeichen

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 31.03.2010

K. Andrews YACHT Nach solchen Seetonnen ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund derzeit auf der Suche

"20 Tonnen sind weg. Durch das Eis vertrieben oder untergegangen", erklärte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Holger Brydda, der "Ostseezeitung". Derzeit kann man noch nicht sagen, wo sie abgeblieben sind.

Der gesamte Sund war über Monate hinweg von einer dicken Eisdecke geschlossen, deren Stärke bis zu 70 Zentimeter betrug. Die fest eingefrorenen Seetonnen könnten durch Bewegung im Eis oder durch den Eisdruck aus ihren Verankerungen gerissen und beim einsetzenden Tauwetter auf die Ostsee hinausgetrieben worden sein. Doch "wenn sie vertrieben und zudem noch untergegangen sind, haben wir kaum eine Chance, sie wiederzufinden", fuhr Brydda in dem Interview fort. Es wäre jedoch möglich, dass einige Tonnen innerhalb der kommenden Wochen in polnischen oder schwedischen Gewässern angetrieben werden. Segler, die so früh im Jahr bereits auf der Ostsee unterwegs sind, sollten jedenfalls verstärkt Ausguck halten.

Neben der Suche nach den verschollenen Seezeichen bereiten sich die Wasser- und Schifffahrtsämter bereits auf die Überprüfungen der übrigen Tonnen vor. Insgesamt sind das deutschlandweit rund 1.200 Stück, die unter die Lupe genommen und möglicherweise neu positioniert werden müssen.


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Themen: StralsundStrelasundTonnenVerschollenverschwundenweg

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