Tsunami-Müll
Schießübung vor der Küste Alaskas

Mit ein paar wohlgezielten Salven aus der Bordkanone machte ein Kutter der US-amerikanischen Coast Guard einem schwimmenden Wrack den Garaus

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 09.04.2012

Versenkung auf Amerikanisch

11 Bilder

Das Ende eines Wracks

Vor dem Osterwochenende versenkte die US-Küstenwache die „Ryou-Un Maru”, einen japanischen Fischdampfer, auf einer Position, die etwa 180 Meilen vor der Küste Alaskas lag. Das „Geisterschiff” war von der Flutwelle nach dem Erdbeben im März 2011 losgerissen worden und trieb seitdem herrenlos quer über den Nordpazifik.

Ein Kutter der US Coast Guard feuerte eine Salve Explosivmunition, die das Fischereischiff in Brand setzte und leckschlug, woraufhin es kurze Zeit später in einer Wassertiefe von etwa 2.000 Metern versank.

Die Maßnahme war notwendig geworden, sagte die Coast Guard, weil die „Ryou-Un Maru” eine Kollisionsgefahr in den stärker befahrenen Küstengewässern dargestellt hatte und ein Einschleppen aufgrund des desolaten Zustands nicht gerechtfertigt schien. Das Auftauchen dieses Schiffs sei auch ein Anzeichen, dass sich mehrere Millionen Tonnen von Unrat, die vom Tsunami ins Meer gespült worden waren, der Westküste Nordamerikas nähern.


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Themen: AlaskaTsunamiUS Coast Guard

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