Strandung
"Sand und Salzwasser in der Lunge"

Wie eine Obduktion ergab, ist der vor Juist gestrandete Einhandsegler ertrunken. Vermutlich wollte er versuchen, den Strand zu erreichen

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 23.10.2013

Juister Nachrichten Die "Globetrotter II" am Nordstrand von Juist

Nachdem viele Mutmaßungen über den Verlauf des Unglücks am vergangenen Freitag ( YACHT online berichtete ) durch das Internet gegangen sind, hat die Obduktion des vor Juist geborgenen Leichnams im gerichtsmedizinischen Instituts in Oldenburg nun Klarheit geschaffen: Der Mann aus dem Landkreis Cuxhaven, dessen Yacht "Globetrotter II" am vergangenen Freitagmorgen von Spaziergängern am Strand gefunden wurde, ist nicht schon auf See, sondern in Ufernähe ertrunken. "Es wurde Salzwasser und Sand in seiner Lunge gefunden", erklärte ein Beamter der Wasserschutzpolizei Wilhelmshafen dem "Weser-Kurier". Zudem wurde er unweit seiner Yacht am Strand gefunden.

Das wirft ein wenig mehr Licht auf den Unfallhergang und erklärt, warum der Einhandsegler keinen Sicherheitsgurt trug. Auch war der Anker der Yacht zum Zeitpunkt der Strandung ausgebracht. Möglicherweise war der Segler mit seinem Schiff in eine Legerwall-Situation gekommen und wollte es durch den Anker vor der Strandung bewahren. Die Yachten vom Typ Delta 36 sind eher schwach motorisiert gewesen, sodass der Eigner kaum eine Chance gehabt haben mag, unter Maschine freizukommen. Möglicherweise ist der Segler dann beim Versuch, das Land zu erreichen, in Ufernähe ertrunken.

Genaueres wird aber erst die polizeiliche Untersuchung feststellen.


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Themen: Delta 36JuistStrandungUnglück

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