ARC-Blog

Rock'n Roll!

Lange haben sie auf ihn gewartet, nun ist er da: der Passat. Er macht das Segeln anstrengender, dafür geht es flotter voran. Der Blog von Bord der "Moana"

Pascal Schürmann am 04.12.2019
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R. Tamm

ARC-Blog Nr. 7

"Endlich ist er da, der Wind, und wir machen Meilen. Aber: Mit dem Wind kommt auch die Welle – wir werden ordentlich durchgeschüttelt. Es rauscht und zischt, es kracht und knarzt, es scheppert und donnert, wenn die Wellen durchlaufen, wenn die Böen einfallen.

Wir rauschen gerefft durch die Nacht und steuern nun meist per Hand, da der Autopilot Mühe hat, den Kurs zu halten. Bei drei Meter Welle schläft kaum einer richtig. Das Meer glänzt grau silbrig, und ab und an weht die Gischt von den Wellenkämmen. Der Mond verabschiedet sich bereits vor Mitternacht. Der Windanzeiger klettert hoch bis 30 Knoten.

Trotz Müdigkeit ist die Moral gut. Auf dem Cockpittisch singt Marius aus der Boombox, im Salon wird das Tortilla-Büffet vorbereitet.

Ganz ungewohnt ist es, wieder Schiffe zu sehen. Gleich fünf andere ARC-Boote finden wir um uns herum. Anscheinend sind wir doch nicht ganz allein ganz hinten am Ende des Feldes.

Nach zehn Tagen Abgeschiedenkeit nehmen wir Kontakt zur Außenwelt auf, tauschen uns per Funk aus über Segel-Set-up und Gemütszustand. Auf den Monos scheint der Rodeoritt noch deutlich wilder auszufallen, und der Wunsch, bald anzukommen, wird stärker. St. Lucia, wir kommen!"

Die Skipperin

Moana auf ARC-Kurs

Mareike Guhr auf Kurs Karibik

Mareike Guhr, Segelsportjournalistin, Buchautorin und Weltumseglerin, ist zu ihrer nächsten großen Reise gestartet. In diesem Sommer hat sie mit ihrem Katamaran "Moana" das Mittelmeer durchquert und sich auf den Weg zu den Kanaren gemacht. Von Las Palmas di Gran Canaria aus segelt die Hamburgerin derzeit mit Gästen an Bord im Rahmen der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) über ihren "Hausozean", wie sie den Atlantik nennt.

Und das nicht nur zum Vergnügen, sondern auch, um sich um ihr Hilfsprojekt zu kümmern. Mit ihrem Verein "Island Child Care" versorgt Guhr Kinder auf Inseln in Drittweltländern, die am besten mit dem Schiff erreichbar sind.

Mehr Infos zum Törn und zum Boot finden sich auf Guhrs Website.

Pascal Schürmann am 04.12.2019

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