Luxusyacht

Probefahrt eines Superlativs

Unter strenger Geheimhaltung wird die künftig größte Segelyacht der Welt in Kiel gebaut. Jetzt gibt es Bilder des ersten Testschlags

Kristina Müller am 22.09.2015
White Pearl

In Relation zu der Fähre wirken die Ausmaße der Segelyacht "A" noch gewaltiger

Wer A sagt, kann auch noch mal A sagen, muss sich Andrei Melnitschenko gedacht haben. Gestern absolvierte die von dem russischen Milliardär in Auftrag gegebene Dreimast-Megayacht "A" erste Probeschläge auf der Kieler Förde, allerdings ohne Segel. Die dabei entstandenen Luftbilder geben einen ersten Einblick an Deck der künftig größten Segelyacht der Welt. Optisch ist der schwimmende Superlativ so außergewöhnlich wie die ebenfalls "A" getaufte Motoryacht des Unternehmers.

White Pearl

Vogelperspektive auf 143 Meter Luxus

Lange unter dem Baunamen "White Pearl" bekannt, wurde der Koloss unter strenger Geheimhaltung bei German Naval Yards in Kiel gebaut. Mittlerweile sind die Details des internationalen Projektes bekannt. Das Team von Dykstra Naval Architects aus den Niederlanden zeichnet für das Rigg und die Kielkonstruktion verantwortlich, die Segel kommen von Doyle Sails aus den USA. Die frei stehenden Carbonmasten wurden bei Magma Structures in Südengland gebaut, die Bäume beim spanischen Riggspezialisten Future Fibres. Marschfahrt unter Maschine wird bei 16 Knoten liegen, Spitzengeschwindigkeit sollen 21 Knoten sein.

White Pearl

Ein Schlepper hilft dem Dreimaster auf die Förde und zurück ins Dock

Die genauen Baukosten sind nicht bekannt, Insiderinformationen zufolge liegen sie zwischen 300 und 500 Millionen Euro. Dafür wird der Eigner auf seiner neuen Yacht weder auf einen Kinosaal noch auf einen Hubschrauberlandeplatz und eine 54-köpfige Crew verzichten müssen.

Zwar wird die knapp 143 Meter lange und 25 Meter breite Konstruktion schon als die neue größte Segelyacht der Welt bezeichnet, Branchenkenner weisen jedoch darauf hin, dass es sich vielmehr um eine Motoryacht mit Segelunterstützung handelt. Eindrucksvolle Unterstützung allerdings, da die Dimensionen der Carbonmasten die für 2016 geplante Auslieferung zur Herausforderung machen werden: Mit knapp einhundert Meter Höhe sind sie für die Brücken des Nord-Ostsee-Kanals und der Ostsee schlicht zu hoch.

Kristina Müller am 22.09.2015

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