Blauwasser

"Peter von Seestermühe" gewinnt die ARC 2018

Christoph von Reibnitz und Crew sind bei der Atlantic Rally for Cruisers berechnet als Gesamtsieger aus der 171 Yachten starken Cruiser-Kategorie hervorgegangen

Pascal Schürmann am 23.12.2018
Peter von Seestermühe
PvS

Ein tolles Weihnachtsgeschenk für Skipper Christoph von Reibnitz und seine neun Mitstreiter an Bord der 1936 gebauten Yawl "Peter von Seestermühe": Bei der diesjährigen vom britischen World Cruising Club veranstalteten 33. ARC von Las Palmas di Gran Canaria zur Rodney Bay im Norden der Karibikinsel Saint Lucia hat es die klassische Yacht wieder einmal allen anderen gezeigt, sie kam als insgesamt 32. Schiff ins Ziel. Das reichte am Ende nicht nur, um nach gesegelter Zeit Erster der Wertungsgruppe E zu werden – nach berechneter Zeit lag der "Peter" am Ende sogar auch auf Platz eins unter allen Fahrtenyachten. 170 andere Boote mussten sich hinter ihm einsortieren. 

Und selbst aus der mit 22 Teilnehmern deutlich kleineren Gruppe der Racer waren nach berechneter Zeit nur zwei Yachten schneller als der "Peter": die britische "Scarlet Oyster" sowie die Line-Honours-Gewinnerin "The Kid" von Regattaprofi Jean-Pierre Dick. Er hatte 3255 Seemeilen in exakt 11 Tagen, 4 Stunden, 7 Minuten und 49 Sekunden bewältigt. Zum Vergleich: Der "Peter" war knapp fünfzehneinhalb Tage unterwegs.

The Kid

"The Kid" holt die Line Honours der 33. Atlantic Rally for Cruisers

Erste Yacht im Ziel unter deutscher Flagge war nach dreizehneinhalb Tagen die "Nica" des deutschen Seesegler-Veteranen Gorm Iver Gondesen. In ihrer Wertungsgruppe landete sie berechnet auf Platz vier, unter allen Racern nahm sie berechnet Rang elf ein.

Insgesamt waren rund zwei Dutzend deutsprachige Crews bei der ARC 2018 dabei. Ein knappes Dutzend weitere Crews aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten an den zwei beziehungsweise eine Woche früher gestarteten Rallys ARC+ und ARC+ St. Vincent teilgenommen.

Von welchen Idealbedingungen die Crews allesamt in diesem Jahr auf ihrem Weg über den Großen Teich profitiert haben, belegt eine kurze Botschaft von Christoph von Reibnitz, nachdem er mit seiner Crew das Ziel erreicht hatte. Er schrieb:

"Die ARC 2018 ist fantastisch gelaufen. Den Passat habe ich noch nie so gleichmäßig erlebt. Die Crew war sehr schnell eingespielt und hat sich wunderbar verstanden.Fast die Hälfte der Strecke sind wir mit Spinnaker gefahren. Das Meer hat uns mit etwa 50 (!) kg Fisch beschenkt. Ein geplatzter Spinnaker stand nur vorübergehend auf der Verlustliste – nach fünf Tagen, an denen die ganze Crew abwechselnd zu dritt oder viert genäht hat, konnten wir ihn wieder hochziehen. Jetzt genießen wir die Karibik!"

Peter von Seestermühe

Die ARC-2018-Crew des "Peter von Seestermühe" zwei Tage vor dem Start

Die Meldeliste für die kommende 34. ARC 2019 ist seit wenigen Wochen geöffnet, und die ersten bald 100 Boote sind bereits registriert. Wer sich hierzulande über die Rally informieren möchte, hat dazu im Januar auf der boot Düsseldorf (Halle 11, Stand E11) Gelegenheit. Dort wird der World Cruising Club mit einem eigenen Stand vertreten sein und zudem am ersten Messesamstag ein mehrstündiges Seminarprogramm anbieten.

ARC Route

Fast schon Kunst: die Routen der ARC-Teilnehmer über den Atlantik

Pascal Schürmann am 23.12.2018

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