Blauwasser
Ozeanüberquerung live

Sönke und Judith Roever berichten ab Dienstag täglich von Bord der "Hippopotamus" über ihre Erlebnisse auf dem Indischen Ozean

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 05.10.2009

S. Roever Die Roevers auf Weltumsegelung: Judith, 32, und Sönke, 34

Seit zweieinhalb Jahren ist das Paar aus Hamburg bereits auf ihrer zehn Meter langen Gib’Sea 106 unterwegs. Zurzeit liegen sie in der Lagune des australischen Atolls Cocos Keeling vor Anker. Morgen stechen die Abenteurer in See und setzen Kurs auf die über 2.000 Seemeilen östlich von Madagaskar gelegene Insel Rodriguez.

„Wir sind startklar, aber ein wenig aufgeregt bin ich schon — lange haben wir keine so lange Strecke am Stück mehr zurückgelegt“, erklärt Sönke Roever. Denn nach der Atlantiküberquerung im Dezember 2007 (2.800 Seemeilen) und der Pazifiküberquerung im Juni 2008 (3.000 Seemeilen) liegt nun eine dritte lange Seestrecke über einen Ozean vor den Roevers.

„Unsere 2.000-Seemeilen-Route führt uns quer über den Indischen Ozean von den Tropen in die Sub-Tropen. Wir schätzen, dass wir mindestens 14 Tage auf See sein werden und das Wetter nicht immer einfach wird. Es sind zwar weitestgehend Passatwindbedingungen zu erwarten, aber von anderen Schiffen wissen wir, dass unangenehme Kreuzseen aus Süden das Leben auf diesem Streckenabschnitt alles andere als einfach machen“, sagt Judith Roever.

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„Eigentlich wollten wir uns das Leben weniger schwer machen und den Indischen Ozean weiter nördlich und in Etappen überqueren. Aber aufgrund der von Somalia ausgehenden Piraterie ist dieser Plan nicht mehr aktuell“, ergänzt Sönke Roever.

Die ursprüngliche Idee war, mit Stopp auf den Chagosinseln (unbewohntes britisches Übersee-Territorium) weiter nach Madagaskar zu segeln. Von dort wollten die Roevers durch den Mosambik-Kanal in Richtung Südafrika reisen. „Letzte Woche haben wir uns im Internetcafé die neuesten Informationen besorgt und uns auf die anstehenden Reiseziele vorbereitet. Leider haben wir dabei gesehen, dass das Auswärtige Amt die Gewässer im Norden von Madagaskar inzwischen als unsicher einstuft“, sagt Judith Roever.

Der neue Kurs führt sie daher nun südlich statt nördlich an Madagaskar vorbei nach Südafrika.

Seit der Abfahrt in Hamburg im Mai 2007 berichten die Roevers etwa alle zehn Tage auf ihrer Internetseite www.Hippopotamus.de von ihrer Reise. Ab Dienstag schreibt das Ehepaar nun anders als sonst täglich „live“ von Bord.


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