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Olympia-Favorit im Kielwasser von Rostock

Sicher geglaubter Sieg der Schleswig-Holsteiner im ersten Wahlgang zunichte gemacht

  • Christoph Schumann
 • Publiziert am 14.04.2003

Gratulation von Kiels Oberbürgermeister Gansel an Rostock: "Es kann nur einer die Goldmedaille gewinnen!". Lübeck belegte hinter Stralsund und Cuxhaven den letzten Platz.

Kiel war der große Verlierer bei der Wahl der Segelstadt für die deutsche Kandidatur zu den Olympischen Spielen im Jahr 2012. Nachdem in Münchner Hilton-Park-Hotel bei der Hauptversammlung des Nationalen Olympischen Komitees von Deutschland (NOK) am Vormittag des 12. April schon alles gelaufen schien, als gleich im ersten Wahlgang eine der fünf Städte mit 69 Punkten die absolute Mehrheit der 131 Stimmen auf sich vereinen konnte, kam die Verkündung des Ergebnisses durch Bundeskanzler Gerhard Schröder am Nachmittag.

Kiel hatte die beste Vorstellung abgeliefert und durfte sich nach dem erfolgreichen Bericht der Evaluierungskommission sowie der kaum zu überbietenden Zielankunft im Volvo Ocean Race berechtigte Hoffnungen machen. Aber es kam anders.

Die Delegierten wählten Rostock, das nach Meinung vieler erstklassiger Aktiven das beste Segelrevier Deutschlands hat, vor Kiel (46 Stimmen). Wie die Tageszeitung Kieler Nachrichten schreibt, bekamen die Städte Stralsund 7 Stimmen, Cuxhaven 6 und Lübeck 3.

Jochen Schümann, frisch gebackener America's-Cup-Sieger und dreifacher Goldmedaillengewinner, äußerte sich spontan: "Ich freue mich sehr für Rostock." Silbermedaillengewinner Achim Griese meinte hingegen mit Blick auf die internationale Bewerbung beim IOC: "Kiel hat in der Welt den besseren Ruf."


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Themen: 2012EntscheidungErgebnisOlympische SpieleRostock

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