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Nur vier Traditionssegler bei Hanse-Sail-Regatta

Starker Wind und bewegte See verhinderten einen prachtvollen Start bei der Wettfahrt der 18. Hanse Sail Rostock.

  • Mathias Müller
 • Publiziert am 11.08.2008

Hanse Sail Regattastart der Traditionssegler bei der 18. Hanse Sail Rostock

Die 76 Meter lange "Stad Amsterdam" siegte bei den rahgetakelten Traditionsschiffen mit gut 30 Minuten Vorsprung. Dabei fiel ihr Frühstart und die damit verbundene Zeitstrafe von 15 Minuten nicht mehr ins Gewicht. Ein größeres Starterfeld verhinderte die ruppigen äußeren Verhältnisse.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte sich wie den Vorjahren die Schonerbrigg "Greif" (41 Meter lang) mit der schwedischen Brigantine "Baltic Beauty" (40 Meter lang). Die "Greif" entschied das Duell mit einer Minute Vorsprung für sich. Das Greifswalder Schiff hat bisher keine Hanse Sail verpasst und konnte 2005 und 2006 die Traditionssegler-Regatta für sich entscheiden.

"Mit Regen und bewegter See hatten wir ein Regattawetter, bei dem Segeln überhaupt keinen Spaß macht", resümiert Regattaleiter Uwe Jahnke vom Warnemünder Segelclub. Noch bei Sonnenschein waren am Samstag punkt 12 Uhr die drei rahgetakelten Traditionssegler gestartet. Kurz darauf war der niederländische Klipper "Stella Maris" als Einmaster ins Rennen gegangen. Der Wind blies mit Stärken von 5 bis 6 Beaufort aus Richtung West.

Insgesamt beteiligten sich damit nur vier Schiffe an dem Kurs über rund zehn Seemeilen. Angemeldet hatten sich in den frühen Morgenstunden noch elf Traditionssegler. Bis zur orangefarbenen Wendetonne ging es in nördlicher Richtung und wieder zurück nach Warnemünde. Als Start- und Zielschiff begleitete das ehemalige Flaggschiff der Hamburger Wasserschutzpolizei "Elbe 1" das Regattageschehen. Die Motorbarkasse mit ihrem blauen Rumpf ist heute Museumsschiff.

Die Auswertung des Großmarktes der 18. Hanse Sail fällt trotz miesen Wetters positiv aus: "Insgesamt sind wir zufrieden", stellt Heiko Lange, Marktleiter der Großmarkt Rostock GmbH, fest. "Der Hanse-Sail-Markt im Stadthafen wurde sehr gut besucht."
Auch hier spielte das Wetter eine große Rolle. Vor allem mit dem Sonne-Wolken-Mix am Samstag — dem Haupttag der Hanse Sail — waren die äußeren Bedingungen in Ordnung. "Die Stimmung bei den Standbesitzern ist gut", äußert Lange. "Bei den Händlern variieren die Zahlen natürlich je nach angebotener Ware. Aber die Fahrgeschäfte waren gut ausgelastet, und der Bier- und Imbissbereich lief sehr gut."

Trotz der guten Zahlen fällt die Auswertung des Großmarktes im Vergleich zum Vorjahr kritisch aus. "Man sieht, dass es schwieriger wird", sagt Heiko Lange. "Die Kosten insgesamt steigen, und das Kaufverhalten der Besucher verschlechtert sich." Solange aber die Teilnehmerzahl der Schiffe und deren Auslastung so gut bleibe, sieht Lange keine Probleme für den Markt. "Vor allem die hohe Frequenz an den Bühnen belebt die Veranstaltung und natürlich auch die umliegenden Stände." Nach seiner Einschätzung kann der Großmarkt auf der 19. Hanse Sail in der gewohnten Form stattfinden.


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