Rumregatta
Nordeuropas größter Gaffelrigger-Treff

Der Historische Hafen Flensburg lädt am Himmelfahrtswochenende zur Rumregatta. Ein Fest für Klassikfans und solche, die es werden wollen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 13.05.2015

Historischer Hafen Flensburg/Volker Greis Historisches Schiffsvergnügen zur Rumregatta

Historischer Hafen Flensburg/Harry Morrison Rumregatta

Liebhaber von Klassikern und maritimem Traditionshandwerk dürfen bei der 35. Rumregatta am Himmelfahrtswochenende schwelgen. Zur Rumregatta versammeln sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert historische Schiffe im Hafen der Fördestadt Flensburg. Die Rumregatta zählt zu den größten nordeuropäischen Festivals ihrer Art. Vom 14. bis zum 17. Mai werden Regatta, Gaffelmarkt, Gaffelparty, viel Musik, Kunst – auch live auf den Schiffen –, Handwerksdemonstrationen an Land und Leckereien serviert.

Das sportliche Geschehen auf dem Wasser wird am 15. Mai um 11 Uhr mit der Flensburg-Fjord-Regatta eröffnet. Die Schiffe segeln von Sonderburg in der Förde in Richtung Flensburg. Gezeitet wird an einer Tonne in der Innenförde. Gleichzeitig fällt am Freitag um 12 Uhr im Flensburger Innenhafen der Startschuss zur Lüttfischer-Regatta mit drei Wettfahrten, die vom Hafenkai aus gut verfolgt werden können. Die Crews wetteifern um den Bowlercup und um den Sieg im Fischereidreikampf in den Disziplinen Segeln, Rudern und Fischen.

Historischer Hafen Flensburg/Volker Greis Boote von anno dazumal kreuzen zur Rumregatta vor Flensburg auf

Die Rumregatta selbst beginnt am 16. Mai um 11 Uhr in der Wasserslebener Bucht. Start- und Zielschiff ist mit der "Gesine" das Schiff des Historischen Hafens Flensburg. Zentraler Ort dieser 36. Rumregatta ist der Museumshafen am Bohlwerk, wo auch der Gaffelmarkt bereits aufgebaut und ab Donnerstag täglich von 10 bis 1 Uhr geöffnet ist. Am Sonntag schließt der Markt um 18 Uhr. Dazu versprechen die Veranstalter "handgemachte Musik auf Augenhöhe, unverstärkt, unplugged, ohne Lautsprechertürme und Lightshow".

Humor haben die Veranstalter auch. In der Pressemitteilung heißt es: "Die Rumregatta ist Kunst. Wir haben viele Künstler auf den Schiffen. Es ist eine Kunst, mit 100 Schiffen in allen Größen Tonne 13 ohne Bruch zu umrunden. Und die Preisverschleuderung ist eine künstlerische Darbietung ohne Gleichen."

Das neue Plakat zur Rumregatta hat der Künstler Harry Morrison den Veranstaltern beschert. Morrison hat im vergangenen Jahr auf verschiedenen Schiffen während der Regatten Skizzen gemacht und über den Winter davon Holzschnitte und Linolschnitte angefertigt. Die Ausstellung dazu findet ab Freitag im Schifffahrtsmuseum statt. Dabei wird live gedruckt und signiert.

Historischer Hafen Flensburg/Volker Greis Die Rumregatta ist ein Fest für See-, aber auch für Sehleute – auf dem Wasser und an Land

Die Rumregatta blickt auf mehr als drei Jahrzehnte Geschichte zurück: Sie begann vor 32 Jahren nach der Gründung des Museumshafens durch einige Klassiker-Enthusiasten und ist inzwischen zum größten nordeuropäischen Treffen historischer und gaffelgetakelter Arbeitsschiffe herangewachsen. An der ersten Rumregatta 1980 hatten 26 Schiffe teilgenommen. Heute sind es bis zu 120 faszinierende Schiffe, die über Himmelfahrt das Revier in eine große Schaubühne für die Traditionsschifffahrt verwandeln. Wer selbst auf dem Wasser auf einer der alten Schönheiten dabeisein möchte, der kann diesen Wunsch für 75 Euro realisieren. Die Anmeldung funktioniert online via www.rumregatta.de oder telefonisch (0461/18291801).

Alle Infos zur Regatta und dem Veranstaltungsprogramm finden sich auf der Hompage der Veranstalter 


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Themen: FlensburgGaffelriggerHarry MorrisonKlassikerRumregatta

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