Seite 1: Weltumsegelung nonstop
Neustart in Zeebrügge, Endstation in Kapstadt

Der deutsche Segler Georg Schimmelpfennig ist erneut zur Nonstop-Weltumsegelung aufgebrochen; Golden-Globe-Skipper Are Wiig hat unter Notrigg Kapstadt erreicht

  • Kristina Müller
 • Publiziert am 04.09.2018
Einhandskipper Georg Schimmelpfenning bei Testschlägen auf der Weser mit seiner Cumulant 38 "Hekla" Einhandskipper Georg Schimmelpfenning bei Testschlägen auf der Weser mit seiner Cumulant 38 "Hekla" Einhandskipper Georg Schimmelpfenning bei Testschlägen auf der Weser mit seiner Cumulant 38 "Hekla"

YACHT/Stefan Schorr Einhandskipper Georg Schimmelpfenning bei Testschlägen auf der Weser mit seiner Cumulant 38 "Hekla"

Nach einem Reparaturstopp in Zeebrügge ist am Sonntagmorgen erneut Georg Schimmelpfennig zur Nonstop-Weltumsegelung aufgebrochen. Den Ärmelkanal hat er gut zur Hälfte durchquert und segelt derzeit bei achterlichem Wind mit gut 6 Knoten gen Westen.

YACHT/S. Schorr Solosegler Georg Schimmelpfennig

Am 22. August war der ehemalige Polizist mit seiner Aluminiumyacht „Hekla“, einer Cumulant 38, in Bremerhaven zur Nonstop-Runde um die Welt aufgebrochen. Wegen undichter Kajütfenster und Problemen mit der Stromversorgung lief er jedoch nur wenige Tage später die belgische Hafenstadt an.

Huber-Curphey holt auf

Schimmelpfennig nimmt an der Longue Route teil, der Flottille aus Einhandseglern, die in Gedenken an Bernard Moitessier nonstop um die Welt segeln. Die zweite deutsche teilnehmende Yacht, geskippert von Susanne Huber-Curphey, kommt unterdessen zügig voran. Ihre „Nehaj“ hat das Kap der Guten Hoffnung passiert und Huber-Curphey Kurs auf das australische Kap Leeuwin genommen, den nächsten Meilenstein des Törns.

Longue Route Tracker Kap Hoorn passiert – die Position der "Nehaj"

Die deutsche Skipperin segelt aktuell nahezu gleichauf mit Mark Slats’ Rustler 36, einer der führenden Yachten im Golden Globe Race um die Welt. Slats’ Rückstand auf Jean-Luc van den Heede an der Spitze des Feldes beträgt rund 700 Seemeilen. Van den Heede hat indes schon angekündigt, den nächsten Wegepunkt in der Storm Bay vor Hobart/Tasmanien, an dem auch Fotomaterial übergeben werden soll, voraussichtlich Anfang Oktober zu erreichen.

400 Meilen unter Notrigg

Dieses Ziel ist für Skipper Are Wiig seit seinem Mastbruch im Sturm in der vergangenen Woche in weite Ferne gerückt. Rund 400 Seemeilen südwestlich des Kaps der Guten Hoffnung hatte er den Mast bei einer Durchkenterung verloren. Doch der 58-jährige Norweger hat es geschafft, allein unter Notrigg und mit Diesel für
20 Motorstunden Kapstadt anzulaufen, wo er am Sonntagabend eintraf.

Peter Muller Are Wiig erreicht mit seiner OE32 unter Notrigg Kapstadt

Wiig hatte von Anfang an keine Hilfe von außen angefordert und auch die angebotene Hilfe eines passierenden Schiffes abgelehnt. Am Rennen um die Welt nimmt er nach dem Verlust des Riggs und heftiger Schäden am Aufbau seiner Olle Enderlein 32 nicht weiter teil.

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