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Neuer Streit um altes Recht: Elvström verklagt Quantum

Amerikanischer Segelmacher will mit individuell laminierten Segeln auf den Markt. Dänen sehen Patentrechtsverletzung

Matthias Beilken am 15.07.2004

Dass "Genesis"-Segel (Sobstad USA) erfunden und als revolutionär angepriesen wurden, ist bereits viele Jahre her. Dass das Gegenprodukt 3DL (North Sails) auf den Markt kam und ihn im Sturm eroberte, ebenfalls. So lange, dass Patentstreit um die neue Art, Segel zu machen, längst beigelegt ist. Sehr zum Leidwesen der Weltfirma North, die trotz des Erfolgs ihres Produkts als Verletzer des ursprünglichen Sobstad-Patents entlarvt wurde.

Rechtskonform sind einige Segelmacher (z. B. UK Sails oder Elvström) mit 3DL- bzw. "Genesis"-ähnlichen Produkten auf dem Markt. Sie zahlen dafür, Segel individuell laminieren zu dürfen, Lizenzgebühren. Elvström in Apenrade ist derzeit sogar Halter des "Genesis"-Patents (bzw. eine eigens dafür gegründete Firma). Und diese Firma, in der Klageschrift als "Genesis International A/S" bezeichnet, ist offensichtlich sehr ungehalten darüber, dass der amerikanische Segelmacher Quantum Sails mit einem Produkt auf den Markt kommen will, das "FusionM" heißt und ebenfalls ein laminiertes Segel ist.

Dazu muss gesagt werden, dass die Quantum Sail Design Group ihrerseits aus der Segelmacherei Sobstad in den USA hervorgegangen ist, sie also selbst zum Teil Urheber der neuen Segeltechnologie ist. Ob es sich tatsächlich um eine Patentrechtsverletzung handelt, müssen jetzt die Gerichte in den USA entscheiden.

Mehr Informationen: www.elvstromsobstad.com.

Matthias Beilken am 15.07.2004

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