World Odyssey Race
Neue Regatta um die Welt für Amateure

Jimmy Cornell hat ein Etappenrennen rund um den Globus ins Leben gerufen, an dem normale Fahrtensegler auf Serienbooten teilnehmen sollen

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 10.03.2014

YACHT-ARCHIV Whitbread round the World 1978. An die einstige Amateurregatta will Cornell mit seinem World Odyssey Race anknüpfen

Vor über 20 Jahren hat er die heute alljährlich stattfindende und enorm populäre Atlantic Rally for Cruisers (ARC) gegründet. In den Jahren danach organisierte er zahlreiche Segelrallyes um die Welt, unter anderem zum Jahrtausendwechsel die Millenium Odyssey. Dreimal ist er selber um die Erde gesegelt. Und erst 2013 machte er mit mehreren neuen Segelrallyes in Europa, über den Atlantik und um die Welt von sich reden.

Nun setzt Jimmy Cornell noch einen drauf: 2016 will er ein Etappenrennen – nicht -rallye! – für Amateure auf gewöhnlichen Serienyachten um die Welt starten.

J. Cornell Jimmy Cornell

"Ich möchte ganz normalen Seglern die Chance geben, mit ihresgleichen um die Wette zu segeln”, erklärt Cornell. "In den vergangenen Jahren habe ich mit vielen Serienboot-Eignern gesprochen, die sehr gern an einer Weltumsegelungsregatta teilnehmen würden. Doch fühlen sie sich von den bestehenden Offshore-Events angesichts der Profi-Crews und der gesponserten Hightech-Racer ausgeschlossen. Das World Odyssey Race ist die Antwort auf diese Wünsche, indem es den Amateurgedanken ehemaliger Weltregatten wieder aufgreift."

Teilnehmen dürfen Crews – mindestens zwei Segler je Boot – auf unmodifizierten Serienyachten zwischen 40 und 60 Fuß Länge. Gesegelt wird nach IRC-Rating in unterschiedlichen Wertungsgruppen. Die Route führt von der französischen Atlantikküste über Lanzarote, Rio de Janeiro, Kapstadt, Australien, Neuseeland, Kap Hoorn, nochmals Brasilien und schließlich über die Azoren zurück zum Ausgangshafen.

Insgesamt zehn Monate soll das im Sommer 2016 startende Rennen dauern und fortan alle zwei Jahre stattfinden. Dabei werden elf Etappenhäfen angelaufen und in Summe fast 30.000 Seemeilen gesegelt.

Die Veranstaltung soll, so Cornell, aber nicht nur Selbstzweck sein. Die Crews sind angehalten, die Seereise zu nutzen, um sich in weltweite ozeanografische und meteorologische Forschungsprojekte einzubringen. So könnten unterwegs etwa verschiedenste Messungen vorgenommen werden, um Daten über die Entwicklungen der erdnahen Atmosphäre oder der Meeresströmungen zu gewinnen.

Das World Odyssey Race wird organisiert von Jimmy Cornells Firma Cornell Sailing Events. Wer mitmachen möchte, findet Infos und Kontaktadressen auf der Race-Seite im Internet .


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Themen: amateureAmateurrennenBlauwasserCornellRegattaRennenWeltumsegelungWorld Odyssey Race

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