Lyø Escape

Neue Fun-Regatta in der Dänischen Südsee

Morten Brandt hat Silverrudder und Vegvisir Race erfunden. Jetzt plant er zur Abwechslung mal ein Rennen, bei dem man nachts feiern statt segeln soll

Jochen Rieker am 04.08.2020
Website der Lyø Escape
Lyø Escape

Nur in Englisch, und noch nicht ganz komplett: Homepage der neuen Fun-Regatta, über die bald auch die Meldungen möglich sein werden 

Weniger Vorlauf geht nicht. In nicht einmal drei Wochen, am Wochenende von 21. bis 23. August, soll bereits die Lyø Escape starten – auf Deutsch am besten wohl übersetzt mit "Kurzurlaub" oder "Stippvisite auf Lyø".

Die Fun-Regatta, die Morten Brandt künftig zu einem großen Event ausbauen will, findet Corona-bedingt nur im eingeschränkten Rahmen statt, mehr als 20 Crews werden nicht teilnehmen können. Genug immerhin, um in einer Art Pilot-Veranstaltung das Konzept zu erproben. Deutsche Teilnehmer sind dabei ausdrücklich und herzlich willkommen.  

Anders als bei den anderen Regatten, für die der Däne international bekannt geworden ist – namentlich die Silverrudder Challenge als weltgrößte Einhandregatta und das Vegvisir Race, das ebenfalls auf dem besten Weg zu einer Rekord-Veranstaltung ist – soll es bei der Lyø Escape vor allem gesellig zugehen.

Der sportliche Teil findet dabei Sonnabend und Sonntag bis zum frühen Abend statt – mit einem noch nicht näher benannten, aber definitiv ungewöhnlichen Regattakurs. Spätestens ab 17 Uhr aber endet der Wettbewerb auf dem Wasser; dann beginnt der kulinarische und entspannte Teil des Formats, das künftig bewusst urlaubs-kompatibel sein soll – etwa als integrativer Aspekt eines mehrwöchigen Törns in der Dänischen Südsee. Die Lyø Escape richtet sich daher mehr an Fahrten- als an Regattasegler, wobei das niemand so genau nimmt. 

Die Idee stammt im Übrigen nicht von Morten Brandt selbst, sondern von einem der Vegvisir-Pioniere, die vor drei Jahren erstmals in Nykøbing-Falster an den Start gegangen sind: Anders Kraft. Der hatte sich im initialen Zweihand-Rennen 2017 mit Co-Skipper Morten Davidsen und seiner alten Aphrodite "Kaffe" bewundernswert auf dem 230 Seemeilen langen Kurs geschlagen. Inzwischen ist Kraft Wirt im "Lyø Kro", der einzigen Kneipe auf der kleinen dänischen Insel. Und weil er nachts lieber feiert als über Flachs zu schrubben, wollte er Segeln und Partymachen auf irgendeine Weise verbinden.

Wenn es so läuft wie bei den anderen Events, die Morten Brandt veranstaltet, ist nicht ausgeschlossen, dass Lyø in wenigen Jahren einmal im Sommer zum Magnet von Dutzenden, wenn nicht gar Hunderten von Fahrtenyachten samt deren Crews wird. Mal sehen. So was fehlt ja wirklich noch in der Ostsee. Und irgendwann wird auch die Corona-Pandemie hoffentlich überwunden sein.

Wer die Premiere der Lyø Escape erleben will: Hier geht's zur Website, auf der in Kürze die Anmeldung möglich sein wird. Und hier gibt's ein kurzes Youtube-Teaser-Video mit Infos über die Idee hinter der Fun-Regatta.          

Jochen Rieker am 04.08.2020

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