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Navigationsfehler zur boot

Revolutionäres Sportboot wird nicht auf der Messe sein: Es wurde versehentlich nach Sri Lanka verschifft

Matthias Beilken am 15.01.2002

JS 9000

Paul Burnham rief ganz aufgeregt in der YACHT Redaktion an. Aus Freemantle in Australien. Der neue neun Meter lange Segelspeedster aus Down Under würde nicht mehr rechtzeitig in Europa eintreffen.

"Der Container, der das Schiff, die Ausrüstung und weitere Laminatproben enthält, wurde aus Versehen Richtung Colombo verladen", so Burnham. Wo genau das ist, verriet der Weltatlas. Besagter Ort ist die Hauptstadt der Insel Sri Lanka und liegt im Indischen Ozean.

Auf dem direkten Umweg von Australien an den Rhein also. Natürlich werde das Schiff auch seinen Platz auf der boot Düsseldorf nicht einnehmen können, so Miteigner Burnham. Schade. Denn immerhin hatten wir das radikale Sportboot mit Liftkiel "JS 9000" bereits als eines der Highlights der diesjährigen größten Wassersportausstellung der Welt angekündigt.

   Doch auf Regen folgt bekanntlich Sonne: Burnahm wird das Boot , das er zusammen mit dem berüchtigten Designer John Swarbrick aus der Taufe gehoben hat, dennoch auf der Messe präsentieren. Nur eben ohne Boot. Mittels knackiger Videos und einer gehörigen Ladung Fotos. Auch der Test in der YACHT wird stattfinden, allerdings einige Wochen später, immerhin fast wie geplant. Dass alle Beteiligten von dieser logistischen Panne lediglich ein blaues Auge davontragen, ist nicht zuletzt der Verdienst der weltweiten Spedition Danzas, Auftragnehmer für die logistisch komplizierte Abwicklung der Verschiffung von der südlichen Hemisphäre auf die nördliche: Sie nahm auf ihre Kappe, dass der Container mit der "JS 9000" in die falsche Ecke des Verladeterminals rangiert wurde und spendierte sogleich ein Flugticket. Per Luftfracht wird "das Boot, das schneller ist als alles in seiner Größe bisher Dagewesene", so Burnham, nun bereits wenige Tage nach Ende der boot auf dem Amsterdamer Airport landen.

   Die traditionell knifflige Aufgabe, zwischen den beiden Halbkugeln zu navigieren, scheint also gelöst. Es werden demnach keine Freiwilligen gesucht, die - das wäre die letzte Alternative gewesen - das Boot auf dem Seeweg nach Europa überführen.

Matthias Beilken am 15.01.2002

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