Umwelt
Nachwuchsforscher unter Segeln

Die diesjährigen Gewinnerteams des Meereswettbewerb "Forschen auf See" stehen fest. Vier Schülergruppen gehen mit der "Aldebaran" auf Törn

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 08.06.2011

Aldebaran Marine Research & Broadcast Die Gewinner des Meereswettbewerbs 2011

Die Verunreinigung der Meere steht im Mittelpunkt des Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ 2011. Vier Schülerteams aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gehen für jeweils eine Woche ihrer Sommerferien in See, um zusammen mit einem erfahrenen Wissenschaftler eigene Forschungsideen zu verwirklichen.

So untersuchen die Teams beispielsweise den Ölstress auf Algen, ob die natürlichen Kläranlagen der Meere durch die Nährstoffeinträge des Menschen überfordert sind oder wie viel Plastikmüll sich schon im Meer angehäuft hat. Eine renommierte Jury hat von insgesamt 45 Bewerbungen die besten Projekte aus den Themenbereichen Meeresverschmutzung und Meeresspiegelanstieg ausgewählt.

Im Juli bricht das Hamburger Forschungs- und Medienschiff "Aldebaran" für den sechsten Meereswettbewerb von Hamburg aus in die Nordsee auf. Die Segelyacht ist mit Forschungsequipment wie Mikroskop, Planktonnetz, Tauchausrüstung, Bodengreifer und anderen Geräten ausgerüstet. Durch ihren extrem geringen Tiefgang ist die "Aldebaran" insbesondere für die Forschung im Wattenmeer und in Küstenregionen geeignet.

Wissenschaftspaten aus unterschiedlichen Forschungseinrichtungen begleiten und beraten die vier Gewinnerteams bei ihren Forschungsexpeditionen.

Der Meereswettbewerb macht Meeresforschung lebendig und gibt den Teams einen tiefen Einblick in die Alltagsarbeit und das Berufsbild von Meeresforschern. Gleichzeitig erleben und erlernen die Jugendlichen die Wechselwirkung von Organismen in den salzhaltigen Gewässern der Nordsee. Über die modernen Multimedia-Einrichtungen an Bord der 2010 grunderneuerten "Aldebaran" sind die Forschungsexpeditionen auch für die Öffentlichkeit via Radio, TV und Internet miterlebbar.

Finanziert wird der Wettbewerb über die Joachim Herz Stiftung, die Freie und Hansestadt Hamburg sowie zahlreiche weitere Sponsoren und Förderer.

Die Gewinner-Teams und ihre Forschungsthemen:

Wie viel Öl verträgt das Meer?
Andre Klein, Jan Schwinkendorf und Sarah Schlösser von der Anne-Frank Schule in Bargteheide (Schleswig-Holstein) untersuchen die Auswirkungen von Ölverschmutzungen auf Organismen in der Nordsee.

Unerwünschte Dünge-Effekte auf Algen?
Carolin Frädrich, Lea Brenke und Jennifer Schröder von der Gesamtschule Harburg (Hamburg) werden den Einfluss von Nährstoffkonzentrationen auf die Biomasse von Mikroalgen untersuchen.

Bald Plastikschwärme in der Nordsee bewundern?
Anika Koopmann, Katharina Naber, Pia Politzky, Jonas Preine vom Gymnasium Diepholz (Niedersachsen) werden in der Nordsee die Konzentration von Plastik im Wasser messen.

Die Kläranlagen der Meere bedroht?
Die Gymnasiastinnen Anne Brandes und Anne Habben vom Amandus-Abendroth-Gymnasium in Cuxhaven (Niedersachsen) widmen sich in ihrem Projekt den Meeresscheiden, den „Mini-Klaäranlagen der Meere“, den so genannten Ascidien.


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Themen: AldebaranMeereswettbewerb

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