Tsunami
Müllkippe driftet im Pazifik

Ein gigantischer Müllhaufen treibt von Japan nach Nordamerika und gefährdet Schiffe aller Art. Endstation: die Westküste der USA und Kanadas

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 12.05.2011

US Navy Häuser, Autos, Boote, Müll und vermutlich Tausende Menschen wurden vom Tsunami in den Ozean gespült

„Ich erwarte Teile von Häusern, ganze Boote und Füße, die noch in Turnschuhen stecken”, beschreibt  US-Ozeanograph Curtis Ebbesmeyer ein makabres Szenario, das sich derzeit im Pazifik entfaltet. Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan und dem folgenden Tsunami schwappt eine riesige Müllhalde mit der Strömung Richtung Nordamerika. Die schneller treibenden Teile könnten schon nächstes Jahr an den Stränden Kanadas und der USA ankommen.

US Navy Ein dichtes Feld von Holz und Autoreifen bedroht Schiffe aller Art

Es sei fast so, als würde man eine ganze Stadt durch eine Müllzerkleinerungsanlage drehen und die Überreste danach aufs Meer streuen, sagte Ebbesmeyer der Onlineausgabe der "Daily Mail". Über 200.000 Gebäude sollen durch den Tsunami, der einem Erdbeben der Stärke 9 folgte, ins Meer geschwemmt worden sein. Ganz zu schweigen von den 15.000 Menschen, die als vermisst gelten. Deren Extremitäten, so Ebbesmeyer, würden sich von den Körpern lösen und im Wasser verwesen, doch könnten Füße, die noch in Turnschuhen steckten, auf der anderen Seite des Pazifiks stranden.

NOAA Unendlich viel Müll wurde vom Tsunami in den Pazifik gesogen

Soldaten der 7. US-Flotte, die diese riesige Müllkippe im Ozean sichteten, sagten, sie hätten noch nie Vergleichbares gesehen. Selbst für große Kriegsschiffe sei es sehr schwierig, durch dieses Teibgut durchzukommen, weil es die Propeller beschädigen könne, erklärte US-Navy-Leutnant Vernon Davis dem Sender ABC.

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Themen: JapanPazifikTsunamiUS Navy

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