Mastbruch

"Momo" erreicht Französisch-Guyana

Nur wenige hundert Meilen vor Vollendung ihrer Weltumsegelung verliert die deutsche Yacht "Momo" ihr Rigg. Die Crew ist wohlauf.

Johannes Erdmann am 05.03.2012
Uwe und Brigitte Moser vor ihrer "Momo"

Uwe und Brigitte Moser vor ihrer "Momo"

Ihre Internetpräsenz www.momos-meilen.de galt lange als "Geheimtipp" für diejenigen, die sich nach Fernweh weckenden Segelbildern sehnen. Industriefotograf Uwe und seine Frau Brigitte Moser aus Baden-Württemberg befinden sich seit Sommer 2009 auf ihrer Reise mit dem Passat um die Welt und präsentieren im Internet regelmäßig herrliche Fotos und spannende Reiseberichte, die den Leser ein Stück weit mit in ferne Länder nehmen. Umso größer war die Bestürzung der Internetgemeinde, als am 1. März die Nachricht über den Mastbruch an Bord der "Momo" bekannt wurde.

Auf dem Weg von Fernando de Noronha an der Küste Brasiliens nach St. Lucia in der Karibik bekommt es die Crew mit viel Wind zu tun. "Da Wind und Wellen genau von der Seite kommen, ist das ein wilde Angelegenheit. Schlafen fällt heute aus", schreibt Brigitte Moser am 29. Februar im Blog. Die Koopmans 40 ist durchgerefft bis zur dritten Reihe, trägt nur die kleine Fock. Die Wellen haben eine Höhe von vier Metern, der Wind weht mit 30 Knoten. 813 Meilen sind es beim letzten Blogeintrag noch bis zur Karibikinsel St. Lucia – der letzte Eintrag vor dem Mastverlust, bei dem mit dem Achterstag auch die Antenne für den Kurzwellenfunk verloren geht.

Route der "Momo"

Route der "Momo"

Am nächsten Tag, dem 1. März, melden Segelfreunde der Momo-Crew nach einem Telefonat über Iridium, was passiert ist. "An Bord ist alles wohlauf", schreibt Bert Frisch im Momo-Blog, "Uwe und Brigitte sind gesund. Das Schiff befindet sich zur Zeit etwa 100 Seemeilen nordöstlich von Cayenne, der Hauptstadt von Französisch-Guyana, wo sie am Freitagmittag eintreffen wollen."

Am 3. März schließlich erreicht "Momo" unter Maschine die Hafenstadt Kourou nordwestlich von Cayenne. Wie es dort für das deutsche Paar und ihr Schiff weitergeht, ist noch nicht sicher. Einen Mast nach Französisch-Guyana liefern zu lassen, dürfte eine schwierige Aufgabe werden. Das wichtigste ist jedoch, dass alles glimpflich abgelaufen ist. Sicher werden Uwe und Brigitte Moser ihre Leser bald wieder unter www.momos-meilen.de auf dem Laufenden halten und wie gewohnt mit faszinierenden Fotos berichten.

Johannes Erdmann am 05.03.2012

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