Rekordfahrt

Mit 2,8 Knoten über den Atlantik

Der österreichische Extremsegler Harald Sedlacek hat als ersten Wegpunkt die Bermudas passiert und trifft auf die Flotte der IMOCA Open 60

Johannes Erdmann am 04.06.2014
"Fipofix" bei Testfahrten

"Fipofix" bei Testfahrten

Harald Sedlacek beweist wieder einmal Ausdauer. Meile um Meile kämpft er sich mit seinem Vulkanfaser-Winzling "Fipofix" gen Osten. Seit der Abfahrt in Palm Beach (USA) hat der 32-Jährige mittlerweile etwa 1260 Seemeilen in direkter Linie auf sein Ziel gut gemacht. Nach fast 19 Tagen auf See bringt ihn das auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 2,8 Knoten. Doch zwei Tiefdruckgebiete, die im Norden über den Atlantik ziehen und bereits den Crews der IMOCA Ocean Masters eine rasante Fahrt über den Nordatlantik bescheren, könnten auch Sedlacek frische Rückenwinde bringen.

In seiner neuesten Meldung von Bord kündigt er die Ankunft des Tiefdruckgebiets bereits an: "Die See ist rau. Es herrscht mittlere Bewölkung, und es sind ab und zu Regenzellen. Der Wind ist schon etwas schwächer geworden, denn für vier Stunden hatte es bestimmt 30 Knoten oder mehr. So wie es aussieht, wird es ein rauer Nachmittag."

Harald Sedlacek an Bord der "Fipofix"

Harald Sedlacek an Bord der "Fipofix"

Dennoch werden die IMOCA Open 60 Sedlaceks kleinen Open 16 relativ schnell im Kielwasser lassen, wenn sie ihn in den nächsten Stunden auf ihrem Weg nach Barcelona passieren. Vor Sedlacek und seiner "Fipofix" liegen dann noch etwa 2700 Seemeilen bis Les Sables d'Olonne. Wenn er die Durchschnittsgeschwindigkeit beibehält, sollte es ihm jedoch gelingen, den Nordatlantik in dem angepeilten Zeitraum von 60 Tagen zu überqueren. Bislang ist er jedenfalls gut in der Zeit.

Die Fahrt kann auf www.open16.com oder bei Facebook verfolgt werden.

Johannes Erdmann am 04.06.2014

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