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Mastbruch und Wassereinbruch: Golden-Globe-Skipper havariert

Im Indischen Ozean ist der Mast des französischen Einhandseglers Loïc Lepage gebrochen – er ist unverletzt, doch sein Schiff macht Wasser. Hilfe ist unterwegs

  • Kristina Müller
 • Publiziert am 22.10.2018
Die "Laaland" von Loick Lepage, eine Nicholson 32, nach Mastbruch im südlichen Indischen Ozean Die "Laaland" von Loick Lepage, eine Nicholson 32, nach Mastbruch im südlichen Indischen Ozean Die "Laaland" von Loick Lepage, eine Nicholson 32, nach Mastbruch im südlichen Indischen Ozean

AUSTRALIAN MARITIME SAFETY AUTHORITY/PPL/GGR Die "Laaland" von Loick Lepage, eine Nicholson 32, nach Mastbruch im südlichen Indischen Ozean

Am Samstag um 18:30 UTC aktivierte der französische Teilnehmer Loïc Lepage auf seiner Nicholson 32 "Laaland" die Epirb, nachdem er früher am Tag rund 600 Meilen südwestlich vom australischen Perth seinen Mast verloren hatte – die Ursache dafür ist noch nicht bekannt.

Lepage berichtete der Rennleitung, dass sein Mast an zwei Stellen brach, während er in 25 Knoten Wind und drei Meter See segelte. Nachdem er die Reste des Riggs abgetrennt hatte, äußerte der 62-jährige Segler aus Vannes an der französischen Atlantikküste Bedenken, dass ein Teil des Mastes den Rumpf in der Nähe des Kiels beschädigt haben könnte. Doch da das zunächst eingedrungene Wasser offensichtlich nicht weiter eindrang, bat er nicht um Hilfe und plante, bei Tagesanbruch ein Notrigg zu errichten, um ohne fremde Hilfe nach Fremantle zu segeln.

Golden Globe Race Der 62-jährige Franzose beim Reparaturstopp in Kapstadt

Wassereinbruch wird stärker

Kurz darauf jedoch berichtetet Lepage, dass seine Yacht nun 30 Liter Wasser pro Stunde mache und dass das Wasser in einem Bereich am Kiel eindringe, der durch einen Wassertank verdeckt sei. Seine Pumpen arbeiteten zwar und konnten das eindringenden Wasser unter Kontrolle halten, doch die äußeren Bedingungen hatten sich mit Windgeschwindigkeiten von 40 Knoten verschlechtert.

Das Joint Rescue Coordination Centre in Canberra, das bereits zuvor auf "Laalands" Notsituation aufmerksam gemacht worden war, fing das Epirb-Signal um 18:30 UTC ab und gab einen Mayday-Relay-Alarm an alle Schiffe aus. Ein Challenger-Such- und Rettungsflugzeug wurde von Perth aus entsandt, überflog die "Laaland" und fotografierte den Zustand der Yacht.

Schiffe zur Rettung unterwegs 

Zwei Schiffe haben ihren Kurs geändert, um den Havaristen aufzunehmen, der laut Mitteilung der Golden-Globe-Race-Veranstalter mittlerweile beschlossen hat, das Schiff aufzugeben. Einer ist Francis Tolan, Skipper der Beneteau Oceanis 43 "Alizes II", der im Rahmen der Longue Route um die Welt segelt und rund 300 Seemeilen nordwestlich von Lepage stand, als der Notruf einging. Außerdem hat der unter japanischer Flagge fahrende Bulk Carrier "Shiosai" seinen Kurs geändert, um Lepage zu helfen. Beide Schiffe könnten die "Laaland" in der kommenden Nacht erreichen.

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