Blauwasser
Lüchtenborgs großes Abenteuer

Der angehende Doppelweltumsegler, mittlerweile tief im Südatlantik, berichtet von den ersten 1.000 Meilen auf See

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 31.08.2009

YACHT In YACHT 19/2009: Lüchtenborgs Report über seine ersten 1.000 Meilen auf See

"Liebe Grüße vom Wendekreis des Steinbocks auf Position 23° Süd. Jenen Punkt, den die Sonne am 22.12. eines jeden Jahres erreicht, wodurch es am nördlichen Polarkreis nicht mehr hell wird und in der Antarktis Mitternachtssonne herrscht." So beginnt Bernt Lüchtenborg seinen aktuellen Logbucheintrag vom Wochenende.

Inzwischen ist er 65 Tage auf See und hat bereits weit über 6.500 Seemeilen im Kielwasser seiner "Horizons" gelassen. In der aktuellen Ausgabe der YACHT (Heft 19/2009, ab Mittwoch am Kiosk) hält er inne und blickt noch einmal zurück auf den Beginn der Reise. Vom Start in Cuxhaven durch die Nordsee, den Ärmelkanal und die Biskaya lässt er die wichtigsten Momente Revue passieren.

Seine Gedanken und Erlebnisse hat er niedergeschrieben. Sie gehen weit über einzelne Geschehnisse oder Positionsbestimmungen hinaus. Lüchtenborgs Bericht fasziniert aufgrund seiner unnachahmlich kurzweilig und zugleich tiefgründigen Art, das, was ihn bewegt, zu Papier zu bringen.

Sail2Horizons Position: Am 62. Seetag (Ende August) erreicht Lüchtenborg den südlichen Wendekreis

In seinem Logbucheintrag fährt er fort: "Obwohl er für mich nicht wirklich stattgefunden hat, ist zwischen dem 23. und 28. Breitengrad Schluss mit dem Südostpassat. Es beginnt der sogenannte Kalmengürtel, der allmähliche Übergang zur Westwindzone.

Zu früheren Seefahrerzeiten nannte man die Kalmen auch Rossbreiten. Denn oftmals trieb man solange in dieser Region, bis es für die Pferde an Bord kein Wasser mehr gab und sie einfach über Bord geschmissen wurden.

Auch ich sprang bei Windstille ins Wasser! Bewaffnet mit Taucherbrille und Spachtel bin ich den Muscheln am Wasserpass auf den Pelz gerückt. Danach schwamm ich ein paar Runden um Horizons. Der Pool um mich herum gefüllt mit Blau. Oben blau und unten blau. So groß und leer, dass ich rückenschwimmend nicht darauf achten musste, dass mein Kopf irgendwo am Beckenrand anschlägt."

Mehr über Bernt Lüchtenborg und sein Projekt unter www.sail2horizons.de


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