Umweltschutz
Licht am Ende des Tunnels?

Das Ausmaß des Plastikmülls in den Meeren nimmt immer dramatischere Formen an, wie Studien belegen. Nun endlich zeichnet sich ein Umsteuern ab

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 19.04.2018
Licht am Ende des Tunnels? Licht am Ende des Tunnels? Licht am Ende des Tunnels?

Jan Jepsen Licht am Ende des Tunnels?

In den letzten Monaten prasselten regelrecht Hiobsbotschaften aus aller Welt in Sachen Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll auf die Menschheit ein. Erschreckende Bilder eines Tauchgangs vor Bali, in dem Unmengen von Plastik im Wasser trieben, schockierende Berichte einer Biologin aus Neuseeland, die auf den entlegendsten Pazifik-Inseln tote Seevögel findet und obduziert, ließen selbst hartgesottene Umwelt-Muffel nicht kalt. Das traurige Ergebnis: Ihre Mägen sind prall gefüllt mit Plastik, das sie mit Nahrung verwechselten und in der Folge qualvoll verhungerten, da ihr Magen nichts mehr aufnehmen konnte. Danach schockte die Ostsee-Segler-Gemeinde die News, dass die Schlei massiv mit Mikroplastik verseucht wurde, welches das Klärwerk Schleswig versehentlich eingeleitet hatte.

Eine weitere bittere Lehre: In immer mehr Lebensmitteln ist das Mikroplastik ebenfalls angekommen: Fische, Muscheln, Meersalz - die Nahrungskette ist längst betroffen, wir finden die Rückstände nur erst jetzt, wo Forscher verstärkt danach suchen.

Es hat sich wohl mittlerweile bei den meisten Wassersportlern die unbequeme Ahnung breitgemacht, dass es so nicht weitergehen kann. In der YACHT 7/2018 hat die Redaktion das Ausmaß des Problems in einer ausführlichen Geschichte dargestellt und auch gezeigt, dass es endlich erste, vielversprechende Ansätze gibt, das Problem zu lösen. Die werden erfreulicherweise auch von prominenten Seglern mit unterstützt, wie Ellen MacArthur, die mit ihrer Umwelt-Foundation Projekte für eine Kreislaufwirtschaft fördert. Aber auch jeder Bürger und Segler kann das Problem des Plastikmülls lösen helfen: vor allem durch sein Konsumverhalten. Dazu geben wir einfache, aber effektive Tipps, wie man den ganz privaten Plastikmüllberg, der – ob man will oder nicht – auf Umwegen, wie über Müll-Exporte Deutschlands, in den Meeren landet, verkleinern oder sogar ganz loswerden kann. Das PDF der Geschichte bietet die YACHT daher zum Gratis Download und Weiterverteilen an .


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Themen: MeeremüllplastikPlastikmüllUmweltschutzverschmutzung

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