Blauwasser
Kurs Karibik

Der weltweiten Corona-Pandemie zum Trotz sind gestern über 300 Segler von Gran Canaria mit der ARC zur Atlantiküberquerung gestartet. Ihr Ziel: Saint Lucia

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 23.11.2020
Die Flotte der ARC-Segler beim Start vor der Inselhauptstadt Las Palmas di Gra Canaria Die Flotte der ARC-Segler beim Start vor der Inselhauptstadt Las Palmas di Gra Canaria Die Flotte der ARC-Segler beim Start vor der Inselhauptstadt Las Palmas di Gra Canaria

WCC / James Mitchell Die Flotte der ARC-Segler beim Start vor der Inselhauptstadt Las Palmas di Gra Canaria

Die Crews von rund 60 Yachten haben am Sonntagmittag die Leinen in der Marina von Las Palmas di Gran Canaria losgeworfen und sich auf den gut 2700 Seemeilen langen Weg gen Westen gemacht. Vorausgegangen war die sicherlich ungewöhnlichste Vorbereitungswoche in der 35-jährigen Geschichte der einst von Jimmy Cornell ins Leben gerufenen und inzwischen seit vielen Jahren erfolgreich vom britischen World Cruising Club veranstalteten Atlantic Rally for Cruisers (ARC).

Im Corona-Jahr wagen statt wie in den Vorjahren mehrere Hundert Yachten lediglich rund 90 Crews den Sprung über den Ozean. Etwa ein Drittel davon war bereits am 8. November im Rahmen der ARC Plus losgesegelt. Sie legten planmäßig einen Zwischenstopp auf den Kapverden ein, bevor es weiter über den Atlantik gehen sollte. Doch dort wurden die meisten Crews erst einmal ausgebremst.

In Mindelo gab es offenbar Schwierigkeiten mit den erforderlichen Corona-Tests; es standen nicht genügend Test-Kits zur Verfügung. Ohne Negativ-Befund aber darf keine Crew den Hafen verlassen, um sich weiter auf den Weg nach Saint Lucia zu machen. Erst sieben Schiffe der ARC-Plus-Flotte sind bereits wieder unterwegs, der Rest soll heute folgen.

Die Teilnehmer auf den anderen etwa 60 Schiffen, die mit der regulären ARC gestern losgesegelt sind, hatten zuvor ebenfalls Corona-Tests bestehen müssen. Und auch sonst waren die Tage zuvor gänzlich anders verlaufen als von der Veranstaltung normalerweise gewohnt.

Statt geschäftigem Treiben auf sämtlichen Stegen, statt geselligem Beisammensein und statt abendlicher Partys herrschte überwiegend konzentrierte Ruhe. Die Crews ware aufgefordert, Abstand zu den Seglern anderer Boote zu wahren. Auch die vom World Cruising Club zahlreich angebotenen Vorbereitungsseminare und Trainings wurden diesmal nicht in Tagungsräumen abgehalten, sondern virtuell im Rahmen von Video-Meetings.

Die Segler vor Ort nahmen es gelassen, darunter auch eine Handvoll deutscher Crews. Mit dabei war unter anderem YACHT-Fotograf und -Autor Andreas Lindlahr. Er hat in den vergangenen Wochen die Atmosphäre dieser sehr besonderen ARC in Las Palmas eingefangen, mit vielen Seglern gesprochen und zahlreiche Impressionen gesammelt. Kurz vor seiner Abfahrt in die Karibik hat er der Redaktion seine Fotos und Texte übermittelt, die in der übernächsten Ausgabe der YACHT (Heft 1/2020) zu lesen sein werden.


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