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Kontrollen auf der Ostsee, Teil II.

Weitere Meinungen zum Vorgang

  • Fridtjof Gunkel
 • Publiziert am 28.05.2002

Die verstärkten und für viele nicht nachvollziehbaren Kontrollen an der deutschen Ostseeküste sorgen weiterhin sowohl für Unmut als auch für Verständnis unter den Seglern. Neue Reaktionen zum Thema (Auswahl) und auf den offenen Brief von Klaus-Reinhard Wagner an den Bundesfinanzminister.

Deutsche Offizielle nicht fit

Dear Mr. Wagner!

I was pleased to notice your letter to the minister about the unnecessary action recently. I think all northern Europe German see-officials are the worst! To hunt small boats for not having an anchor ball or ask yachtsmen for personal papers is outrageous. I have seen coast guardsmen in small boats hunt down a Swedish sailor who happened to come a small bit over a nature border at Helgoland with big fines as result. And charging people for not having crossed a fairway fast enough. It is ridiculous!

In Sweden I pass the route Tango (mid Kattegat) several times every year and
there is never any problem that I have heard about. German officials are not fit to work in Baltic area. The rules are not up to date and I hope you will continue your important work to watch what the "marine Departement" does. Good luck!

Peter Andersson, Göteborg

Arbeitsbeschaffung

Ganz offensichtlich wird nach meinen Beobachtungen als Bürger der Freizeithafenstadt Heiligenhafen seitens der staatlichen Behörden gegen den Bürger mobil gemacht. Die hier vertretenen Behörden wie Wasserschutzpolizei, Zoll und Fischereiaufsicht sind offensichtlich zu einer konzertierten Aktion angetreten.

Bei einer Einwohnerzahl von unter 10000 Bürgern ist hier eine Wache der Wasserschutzpolizei von 22 Beamten etabliert. Das Missverhältnis von Einwohnern zu Polizisten ist wohl auch den übergeordneten Dienststellen aufgefallen. Inoffiziell ist durchgedrungen, dass ein Teil der Wache mit dem seegängigen Schiff nach Puttgarden verlegt werden soll. Was den Beamten in Heiligenhafen offensichtlich überhaupt nicht passt.

Es hat den Anschein, als würde mangels wirklicher Aufgaben zur Hatz auf den Bürger in seiner Freizeit geblasen oder auf die hier ansässigen Fischer während ihrer Berufsausübung, um Punkte gegen eine Verlegung zu sammeln. Ich persönlich bin seit April dieses Jahres bereits fünf Mal auf See kontrolliert worden. Die hier ansässigen Angelkutter verkaufen aufgrund der geänderten Regelung keine Alkoholika und Zigaretten mehr. Was gibt es also noch für die Zollbeamten zu tun? Es kann Ihnen als Bürger schon mal passieren, dass Sie von Zollbeamten in ihrem Pkw wegen Verdacht auf Alkoholmissbrauch kontrolliert werden. Angeblich rückt Europa zusammen. Bedauerlicherweise haben die Verantwortlichen in den Ministerien vergessen, dass eine Reihe von Beamten auf Lebenszeit dadurch Ihre ursprünglichen Aufgaben verloren haben. Diese suchen sich nun selbst neue Aufgaben.

Gruß Rudi Marahrens, Heiligenhafen

Bußgelder anheben

Herr Wagner kann nur froh darüber sein, dass er wegen des nicht mitgeführten Personalausweises nicht auf der dänischen Seite den Kontrollorganen in die Hände geraten ist. Dann wäre es vermutlich erheblich teurer geworden. Vielleicht wäre die Erhöhung der deutschen Verwarnungs- und Bußgelder auf dänisches Niveau ein Weg, einerseits die Staatseinnahmen merklich zu verbessern, andererseits bei den Rechtsunterworfenen "die Einsicht" in die Befolgung der Gesetze und Verordnungen zu schärfen. Hat man allerdings ein reines Gewissen, muss man auch nicht mit einem Schlag über die Bundesgrenze versuchen, sich dem Zugriff der deutschen Behörden zu entziehen.

Rolf Grothkopf

Kontrollen machen Spaß

Wir - und insbesondere unsere Kinder - hatten jedenfalls viel aufgeregten Spaß, als das Schlauchboot mit drei BGS- Beamten längsseits kam und wir freundlich gefragt wurden, woher wir kämen. Die Antwort "Bornholm" war wohl nicht spannend genug, jedenfalls brummte der Außenborder wieder los. Leider - denn so sportlich-höfliche Seeleute erlebt man selten.

Axel Perlwitz

Feedback: mail@yacht.de


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