Trailer

Kinofilm "Styx": Einhandseglerin trifft auf Flüchtlingsboot

Ab heute läuft "Styx" im Kino – ein Film, der unter die Haut geht und die Frage aufwirft, wie Segler im Ernstfall helfen können

Kristina Müller am 13.09.2018
Styx Film Drama Flüchtlinge 2018 PR_STYX_Susanne Wolff
Benedict Neuenfels

Filmszene: Einhandseglerin Rike rettet einen Jungen aus dem Wasser

Wie handeln wir, wenn wir helfen müssen? Diese Frage wirft der Kinofilm „Styx“ des österreichischen Regisseurs Wolfgang Fischer auf, der ab heute, 13. September, in deutschen Kinos zu sehen ist.

Traumtörn wird zum Drama

Im Film bricht die deutsche Notärztin Rike zum Einhandtörn von Gibraltar zur Insel Ascension im Südatlantik auf. Es soll ihre Auszeit vom Job werden, ein lang anvisierter Traumtörn. Doch auf dem Atlantik trifft die Seglerin auf ein überladenes Flüchtlingsboot, das zu sinken droht.

Der Trailer zu "Styx", der am 13.9. ins Kino kommt

Über Funk informiert sie die spanische Küstenwache und fordert Hilfe an. Die lässt aber auf sich warten, weist jedoch die Seglerin an, selbst auf keinen Fall etwas zu unternehmen. Als aber Stunde um Stunde verstreicht und die Ärztin zusehen muss, wie Menschen vom sinkenden Schiff ins Wasser springen, entscheidet sie, selbst zu handeln.

One-Woman-Show auf See

Die Notärztin Rike wird von der deutschen Schauspielerin Susanne Wolff dargestellt, die vor dem Start zum Dreh mehrere Tage mit Lehrern auf See ging, um die Rolle als Einhand-Hochseeseglerin glaubwürdig zu verkörpern. Wolffs Segelerfahrung beruhte bis dahin auf einigen Törns mit dem Vater und Schlägen in der Jolle.

Styx Film Drama Flüchtlinge 2018 PR_Crew Foto1

Am Set: Das Filmteam beim Dreh an Bord

Die große Herausforderung für sie lag neben der überzeugenden Darstellung einer Offshore-Seglerin jedoch auch darin, den Film gerade zu Beginn, ohne vorhandene Dialoge, nicht eintönig wirken zu lassen. Spätestens jedoch in dem Moment, als sie auf das Flüchtlingsboot trifft und in Funkkontakt mit den Behörden tritt, nimmt "Styx" Fahrt auf und stellt die Skipperin neben der seglerischen Herausforderung vor ein menschliches Dilemma.    

Interview zum Filmstart

Die YACHT hat mit Wolfgang Fischer über seine Produktion zu einem hochaktuellen und brisanten Thema gesprochen: Was können und müssen Yachtsegler tun, wenn sie etwa im Mittelmeer auf ein Boot mit Flüchtlingen treffen, die sich in Seenot befinden? Und welche Herausforderungen stellten sich beim Filmdreh auf hoher See? Fischer produzierte den Film fast ausschließlich an Bord einer Grand Soleil 40, fast alle Szenen wurden tatsächlich auf See gedreht.

Das Interview lesen Sie in der aktuellen YACHT 19/2018, die noch bis zum 18. September im Handel erhältlich ist, online bestellt werden kann und digital verfügbar ist.

Kristina Müller am 13.09.2018

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