Open 60
Keel walk, mast walk – sky walk!

Aller guten Dinge sind drei: Nachdem Alex Thomson für Sponsor Hugo Boss schon zwei spektakuläre PR-Videos gedreht hat, folgt nun der dritte

  • Andreas Fritsch
 • Publiziert am 15.03.2016

Hugo Boss Alex Thomson beim "Skywalk"

Die Clips waren stets etwas Besonderes: Beim ersten Mal lief der Brite über die Kielfinne seines extrem gekrängten Open 60, danach ging er den Mast hinauf, nachdem das Boot wieder extrem auf die Seite gelegt worden war. Natürlich immer stylish gekleidet in einem schwarzen Anzug seines Hauptsponsors Hugo Boss, der den Einhand-Open-60-Skipper seit vielen Jahren unterstützt. Nun legte er einen noch gewagteren Stunt nach: Mit einem Kite und dem entsprechenden Board surfte der Brite seinem Open 60 hinterher, griff eine Leine, die dieser nachschleppte, und ließ sich an diesem samt Board und Kite spektakulär auf rund 85 Meter Höhe in die Luft ziehen. Dort oben klinkte er sich aus und segelte, nur am kleinen-Surf-Gleitschirm hängend, zurück zur Wasseroberfläche. Die Bilder sind wieder einmal spektakulär.

Hugo Boss Alex Thomson beim "Skywalk"

Der Dreh fand vor der portugiesischen Algarve statt. Wie es zu dem neuen Film kam, erklärte der Brite in einer Presseerklärung: "Ich habe bereits über einen neuen Stunt nachgedacht, nachdem wir den Mastwalk abgeschlossen hatten. Ich wurde oft gefragt: Was kommt als Nächstes?" Thomson ist privat Kitesurfer, so entstand die Idee.

Hugo Boss Infografik zum Ablauf des Manövers

Hugo Boss In luftiger Höhe. Klicken zum Vergrößern!

Die Vorbereitungen für die Aktion waren akribisch. "Ich habe einige Wochen in Portugal trainiert, wo ich diese besondere Technik des Einklinkens und Abhebens entwickelte. Wir übten erst mal hinter unserem Rib, bevor wir den Stunt dann hinter der 'Hugo Boss' testeten. Im Gegensatz zum Mastwalk gab es bei diesem Stunt wegen des Kitesurfens mehr Faktoren, die es aufeinander abzustimmen galt. Außerdem mussten wir für verschiedene Szenarien und auf mögliche Konsequenzen vorbereitet sein, auch falls irgendetwas schiefgehen würde. Die größte Herausforderung war für mich, meine Höhenangst zu überwinden."

Während des Mannövers musste der Open 60 die Geschwindigkeit konstant halten und einen beständigen Kurs segeln – nur so konnte der Brite im richtigen Moment das Seil zu fassen bekommen und sich einklinken.  Thomsons Kite-Trainer Ray Kasper beobachte jede seiner Bewegungen. "Innerhalb von zwei Tagen führte ich den Stunt 13 Mal durch, und das Kamerateam fing alles aus verschiedenen Perspektiven ein – vom Helikopter, von der Küste und aus dem Rib", so der Einhand-Skipper.

Das Hauptrisiko war, dass Thomson seinen Kite nicht richtig kontrollieren kann und er aus 85 Meter Höhe auf das Wasser aufschlägt. Taucher und  Notfall-Mediziner waren deshalb die ganze Zeit vor Ort. Nach dem gelungenen PR-Coup Nr. 3 bereitet sich der abenteuerlustige Thomson nun auf sein ultimatives Ziel vor: Im Herbst startet er zum vierten Mal bei der Vendée Globe, die er nun endlich als erster Nicht-Franzose gewinnen will. 

AlexThomsonRacing/Mark Llyod Hoch, Höher, 85 Meter


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: Alex ThomsonHugo BosskeelwalkkitemastwalkOpen 60Skywalk

Anzeige