Havarie
Katamaran bei Kollision entmastet

In Cuxhaven ist eine niederländische Yacht derart gegen die Ro-Ro-Anlage gerauscht, dass der Mast von oben kam – 50.000 Euro Schaden

  • Uwe Janßen
 • Publiziert am 29.08.2012

Wasserschutzpolizei Hamburg Ein Wasserschutzpolizist untersucht den eingeschleppten Havaristen

In der Nacht auf Dienstag, gegen 23.40 Uhr, ist die niederländische Segeljacht "Twins" (Länge 13,50 Meter, Breite 6,80 Meter, Heimathafen Lelystad) mit der Ro-Ro-Anlage am Steubenhöft in Cuxhaven kollidiert. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass das gesamte Rigg herunterkam.

Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei befuhr der Katamaran die Elbe parallel und in einem relativ geringen Abstand zum Steubenhöft elbabwärts. Unmittelbar vor der Einfahrt zum Vorhafen kollidierte die Yacht am westlichen Ende des Steubenhöfts mit der dortigen RoRo-Anlage. Durch die Kollision wurde der Mast aus der Verankerung an Deck gerissen, dabei zeriss das Segel. Außerdem wurden diverse Antennen an Deck zerstört und der Kompass beschädigt. Der Sachschaden beträgt etwa 50.000 Euro. Die Besatzung blieb unverletzt. An der Ro-Ro-Anlage waren keine Schäden erkennbar.

Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" schleppte den Havaristen in den Alten Hafen, wo er jetzt fest vertäut am Liegeplatz "Alte Liebe Innenkante" liegt. Nach den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dürfte Unachtsamkeit der 52 Jahre alten Schiffsführerin die Unfallursache gewesen sein. Die Ermittlungen dauern aber noch an.


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Themen: Havarie

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