Windjammer

Jubel, Fanfaren und Fontänen

Großartiger Empfang für die „Peking“ in Hamburg. Mehrere Tausend Sehleute kamen, um den Flying P-Liner in der Hansestadt willkommen zu heißen

Pascal Schürmann am 07.09.2020
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YACHT/P. Schuermann

Die "Peking" vor den Musical-Zelten gegenüber der Hamburger Landungsbrücken

Nach 88 Jahren ist die „Peking“ zurück in Hamburg. Am Abend erreichte sie, begleitet von zahlreichen Schiffen und unter dem Applaus und Jubel Tausender Schaulustiger, ihren einstigen Heimathafen. Ein Feuerwehrschiff zauberte einen gewaltigen Wasservorhang in den Abendhimmel. Dahinter, im Gegenlicht der untergehenden Sonne, zeichnete sich kurz darauf die Silhouette des imposanten Viermasters ab. Gänsehaut pur!

Überführung Wewelsfleth Hamburg PEKING 2020 PR_PEKING_Hamburg in Sicht_SHMH

Ein Bootskorso begleitete die "Peking" den ganzen Tag auf ihrer Fahrt elbeaufwärts von Wewelsfleth nach Hamburg

Auf den Hamburger Landungsbrücken erklang die passende Begleitmusik: „Ick heff mol en Hamborger Veermaster sehn...“ 

An den großen Docks, am Fischmarkt, an den Gebäuden des alten Elbtunnels und an den Landungsbrücken vorbei wurde die „Peking“ bis zur Elbphilharmonie geschleppt, dort gedreht und schließlich an ihren Liegeplatz im der Hafencity gegenüberliegenden Hansahafen bugsiert. Dort wird sie in den kommenden Jahren bleiben, bis das neue Hafenmuseum fertiggestellt sein wird. 

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Auch gegenüber dem Airbuswerk in Hamburg-Finkenwerder hatten sich Schaulustige am Ufer und auf dem Wasser versammelt

In den kommenden Monaten wird die „Peking“, die während der vergangenen drei Jahre restauriert worden ist, nun noch in ein Museumsschiff verwandelt. Sobald das geschafft ist, werden Besucher auch an Bord willkommen sein. 

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Hinter einem Wasservorhang sind die Silhouetten der Masten erst nur zu erahnen

Die „Peking“, die 1911 von Blohm+Voss in Hamburg gebaut wurde, ist einer von vier noch existierenden Fliyng P-Linern. Einst wurde sie von der Reederei Laeisz für die Salpeterfahrt rund ums Kap Hoorn nach Chile eingesetzt. In den 1930er-Jahren, als die Zeit der Windjammer endete, ging sie als Internatsschiff nach England, im Krieg wurde sie von der britischen Marine genutzt. Mitte der 1970er-Jahre verkaufte man sie an das South Street Seaport Museum in New York, wo sie bis weit in dieses Jahrtausend hinein als Museumsschiff lag. Im Juli 2017 folgten schließlich der Rücktransport nach Deutschland und die Restaurierung der Bark.

Hörenswert: der aktuelle "Peking"-Podcast des Delius Klasing Verlag.

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Viele Schiffe begleiteten die "Peking" bis zu den Landungsbrücken

Pascal Schürmann am 07.09.2020

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