Insolvenz

Jetzt trifft es auch noch Nauticat

Nach der Bavaria-Pleite erschüttert erneut eine Hiobsbotschaft die Branche: Die finnische Yachtbau-Manufaktur Nauticat muss Insolvenz anmelden

Michael Good am 18.05.2018
Nauticat 385
Nauticat Yachts OY

In Schräglage: Nauticat steht vor dem Aus. Im Bild die Nauticat 385

Das Bezirksgericht von Varsinais-Suomi hat Nauticat Yachts OY in Riihikoski am 16. Mai, also vor zwei Tagen, für zahlungsunfähig erklärt. Dies schreibt die Werft jetzt in einer ersten Erklärung an die Kunden und Händler. Ein Insolvenzverwalter wurde vom Gericht zur einstweiligen Führung der Geschäfte eingesetzt. Wie es mit Nauticat weitergeht, ist zur Stunde noch unklar. Die Geschäftsführer aus der Gründer-Familie Gustafsson waren für eine telefonische Stellungnahme nicht erreichbar. 

In Deutschland wird die Marke Nauticat von der Firma Gründl Bootsimport GmbH in Bönningstedt bei Hamburg vertreten. Wie Geschäftsführer Richard Gründl gegenüber YACHT online ausführt, wird nach seinem Wissensstand in Riihikoski derzeit weiter produziert. Zunächst sollen sämtliche noch im Bau befindlichen Yachten von Nauticat mit Priorität fertiggestellt und an die Kunden ausgeliefert werden. Gründl selbst hat aktuell alle über ihn verkauften Yachten bereits ausgeliefert. Kunden in Deutschland sind von der Insolvenz also nicht unmittelbar betroffen. 

Nauticat baut seit den frühen fünfziger Jahren robuste und traditionelle Motorsegler sowie stäbige Yachten mit Pilothouse. Aktuell umfasst das Werftprogramm insgesamt zehn Typen zwischen 10 und 16 Meter Rumpflänge. 

Michael Good am 18.05.2018

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