Umfrage
Ist Teak als Decksbelag noch zeitgemäß im Bootsbau?

Illegaler Einschlag in uralten Regenwaldbeständen hat Teakholz aus Myanmar in Verruf gebracht. Doch es ist für viele alternativlos. Wie denken Sie darüber?

  • Jochen Rieker
 • Publiziert vor 4 Jahren
Handschmeichler und Augenweide – Teakdecks sind ein ästhetischer Genuss, aber zunehmend umstritten Handschmeichler und Augenweide – Teakdecks sind ein ästhetischer Genuss, aber zunehmend umstritten Handschmeichler und Augenweide – Teakdecks sind ein ästhetischer Genuss, aber zunehmend umstritten

YACHT/Nico Krauss Handschmeichler und Augenweide – Teakdecks sind ein ästhetischer Genuss, aber zunehmend umstritten

In Dänemark ist aufgrund einer Verordnung der Handel mit Teakholz aus Myanmar derzeit generell untersagt. In Bonn bezweifelt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, dass es legale Wege gäbe, sogenanntes "Burma-Teak" zu importieren. Und in Kiel ermittelt die Staatsanwaltschaft ganz konkret wegen angeblich illegal eingeführter Ware, die auf den Decks der weltgrößten privaten Segelyacht "A" verbaut worden sein soll.

Keine Frage: Es gab schon unbeschwertere Zeiten für Bootsbauer und Holzlieferanten.

Seit Jahren gilt der Handel mit Teak aus den Regenwäldern Myanmars als problematisch – zunächst aus politischen Gründen, zuletzt immer stärker aus Umweltgesichtspunkten. Weil der Einschlag, so die Kritiker, unkontrolliert und ohne begleitende Aufforstung erfolge, drohe langfristig das ökologische Gleichgewicht in der gesamten Region zu kippen. Deshalb gelten EU-weit strenge Vorgaben für die Einfuhr, die sich in der Praxis jedoch kaum umsetzen lassen.

Im Yachtbau ist das Holz wegen seiner hohen Witterungsbeständigkeit und guten Verarbeitbarkeit beliebt. Kaum ein anderer Naturwerkstoff erreicht auch nur annähernd die Eigenschaften von Burma-Teak. Decks aus gutem Holz können, richtige Pflege vorausgesetzt, 20 bis 30 Jahre und länger halten. Außerdem veredelt der Anblick jedes Schiff. Deshalb ist der Nachfragedruck nach wie vor hoch – obwohl es immer mehr Alternativen insbesondere aus Kunststoff gibt, die zwar haptisch, kaum aber optisch vom Original zu unterscheiden sind (s. YACHT 23/2017).

Wie denken Sie über das Thema? Was würden Sie beim Kauf einer neuen Serienyacht odern? Machen Sie mit bei unserer Umfrage!

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Themen: BurmaEinfuhrHandelsverbotMyanmarTeakTeak-Alternativenteakdeck

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