Messe
Interboot schließt mit Positiv-Trend

Wie die meisten anderen Ausstellungen auch verzeichnete die Friedrichshafener Bootsmesse ein leichtes Besucher-Plus

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 27.09.2010

YACHT/J. Rieker Volle Stände, volle Auftragsbücher: die Interboot-Aussteller zeigten sich zufrieden, teils geradezu euphorisch

Die Bodensee-Region scheint ein Ort der Glückseligkeit zu sein. So jedenfalls lässt sich die fast durchweg sehr positive Bilanz der Interboot lesen. Werften und Händler berichten von guten Verkäufen

Schon im Vorjahr war der ganz große Einbruch rund um das Schwäbische Meer ausgeblieben. Jetzt zeigen die Zahlen schon wieder nach oben.

Am Ende kamen 95.400 Besucher (2009: 93.800) zu der Internationalen Wassersportausstellung. Eine deutliche Mehrheit der 518 Aussteller aus 25 Ländern berichtete von einem erfolgreichen Geschäftsverlauf.

Großer Anziehungspunkt war in Kombination mit den neun Messehallen der Interboot-Hafen, wo Besucher zum Probeschlag auslaufen konnten — so auch mit der YACHT, die gemeinsam mit dem Match Center Germany an jedem Abend Mitsegeln auf sportlichen Kielbooten offerierte.

"Mit mehr Ausstellern, mehr belegter Hallenfläche und einem Besucheranstieg blicken wir auf eine erfolgreiche Interboot 2010", resümierte Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann. "Da wir als erste deutsche Bootsmesse für die kommende Saison Signale setzen, ist das ein gutes Zeichen für die Wassersportbranche."

Wie zuvor schon in Oslo, Ijmuiden, Southampton und Cannes scheint es auch in Österreich, der Schweiz und Süddeutschland wieder aufwärts zu gehen. Und das in allen Segmenten — Oberklasse-Werften wie Hallberg-Rassy verzeichnen ebenso rege Nachfrage wie Bavaria, Hanse, Jeanneau oder Bénéteau.

Zwar kehrt der Markt langsamer auf seinen Sollkurs zurück, als er ihn in der Folge der Weltwirtschaftskrise verlassen hatte. Und noch immer bleibt ein Rest Skepsis, ob die Zuversicht nicht eher Zweckoptimismus ist. Aber dafür wirkt der Aufschwung inzwischen zu breit und recht robust.

"Die Nachfrage nach unserer neuen Bavaria 36 war sehr groß und hat unsere Erwartungen übertroffen", sagte etwa Meik Lessig, Vertriebsleiter von Bavaria Yachtbau. Im Segelboot-Bereich hatten wir eine Steigerung um das Doppelte zum Vorjahr."

Rolf Müller, Inhaber der Bootswerft Müller und Generalvertreter von Hallberg Rassy Süddeutschland, Schweiz und Österreich, meinte rückblickend: „Mit dem Verlauf der diesjährigen Ausstellung sind wir mehr als zufrieden — wir erleben eine Kaufwelle, wie wir sie in den letzten 30 Jahren nicht kannten. Das liegt vor allem am günstigen Wechselkurs für die Schweizer und zum anderen an der entspannten Liegeplatzsituation am Bodenseeufer.“

Clemens Meichle, Geschäftsführer des Verbandes der Bodenseewerften in Baden-Württemberg und Geschäftsführer von Ultramarin in Kressbronn-Gohren, sagte: „Wir sind zufrieden mit dem Verlauf der Interboot. Die Stimmung war gut und wir haben mit einem sehr guten Fachpublikum interessante Gespräche geführt. Beim Stand von Ultramarin verzeichneten wir ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr, was für uns ein Zeichen ist, dass die Leute wieder bereit sind, Geld auszugeben.“


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