Messe Friedrichshafen

Interboot-Bilanz: "Mut, der belohnt wurde"

Nach neun Tagen Messe unter Corona-Bedingungen mit rund 200 Ausstellern und 29.300 Besuchern lautet das Fazit bei vielen: besser als erwartet

Kristina Müller am 28.09.2020
Interboot 2020
INTERBOOT Friedrichshafen

Blick in die Segelboothalle der Interboot 2020

Nach neun Messetagen unter besonderen Bedingungen ist am Sonntag die Interboot in Friedrichshafen erfolgreich beendet worden. Zwar kamen mit rund 29.000 Besuchern wesentlich weniger als im Vorjahr, als rund 83.000 die Ausstellung am Bodensee besuchten. Doch damit war aufgrund der Corona-Reglementierungen gerechnet worden.

"Für unser Unternehmen und für unsere Aussteller war es eine außergewöhnliche Erfahrung, im Zeichen des Corona-Virus eine Messe durchzuführen", resümiert Messegeschäftsführer Klaus Wellmann. "Wir freuen uns, dass der Mut von allen belohnt wurde."

Mit 200 Ausstellern waren auch wesentlich weniger Werften, Ausrüster, Hersteller und Dienstleister in den Hallen vertreten als gewohnt. "Es war ein absoluter Blindstart", sagt Bente-Geschäftsführer Christian Daum. Diese Ungewissheit teilten viele: "Wir hatten so gut wie keine Erwartungen, als wir herkamen", sagt Dennis Hennevanger, Inhaber von Saffier Yachts aus den Niederlanden. "Umso zufriedener sind wir mit dem Verlauf der Interboot. Es waren genau die richtigen Besucher am Stand. Sie zeigten nicht nur hohes fachliches Interesse, sondern hielten sich auch sehr diszipliniert an die Hygiene- und Schutzmaßnahmen."

Interboot-Projektleiter Dirk Kreidenweiß blickt zufrieden auf die erste sogenannte "Interboot Special Edition" zurück: "Die Stimmung unter den Ausstellern war sehr gut", berichtet er. Man habe "der Branche wieder einen Treffpunkt und ein sicheres Einkaufserlebnis" bieten können.

Unter der Woche war es wie gewohnt ruhiger auf dem Messegelände, wo in geschlossenen Räumen die Pflicht zum Tragen einer Maske herrschte. Doch schon die Bilanz des ersten Wochenendes fiel gut aus, am zweiten sorgte auch schlechtes Wetter zumindest am Vormittag für gut besuchte Hallen.

Viele Aussteller betonten, dass zwar weniger Besucher gekommen seien, dafür aber ein hoher Anteil mit konkretem Interesse oder Kaufwunsch. Der Boom, den die Segelbranche in diesem Sommer durch Corona erlebt hat, machte sich in Teilen also auch auf der Interboot bemerkbar.

"Für unser Geschäftsjahr ist Corona sehr förderlich und sorgt für steigende Umsätze. Es haben neue Leute den Einstieg in den Wassersport gefunden und wir hoffen, dass wir daraus eine Kontinuität schöpfen können", sagt Sven Walter, Bootsbaumeister bei der M. u. H. von der Linden GmbH.

Gut angenommen wurde das Rahmenprogramm der Messe: Die Vorträge im Segel- & Reise-Kompetenz-Center und auf der IBN-Aktionsfläche sowie die Charter- und Törnberatung fanden große Beachtung. Ausgebucht war das Trailer-Fahrtraining im Freigelände West, wo das Manövrieren mit Anhänger unter Anleitung geübt werden konnte. 

Kristina Müller am 28.09.2020

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