Blauwasser

In 8 Tagen über den Teich: ARC-Rekord!

Der 30 Meter lange Super-Maxi "Leopard by Finland" ist bei der Atlantic Rally for Cruisers 2014 mit neuer Bestzeit erstes Schiff im Ziel

Pascal Schürmann am 03.12.2014
Leopard by Finland Start ARC 2014

Rekordbrecher: der 100-Fuß-Super-Maxi "Leopard by Finland" kurz nach dem Start zur ARC 2014

Gerade einmal ein Jahr hatte der alte ARC-Rekord Bestand. Aufgestellt worden war er von der deutschen Rennyacht "Caro", einer Knierim 65 unter Skipper Max Klink. 10 Tage, 21 Stunden, 25 Minuten und 10 Sekunden hatten die Segler im vergangenen Jahr für die rund 2700 Seemeilen lange Strecke von Las Palmas de Gran Canaria über den Atlantik bis in die Rodney Bay auf der Karibikinsel Saint Lucia benötigt. 

Über zwei Tage schneller war nun der unter britischer Flagge segelnde Neigekieler "Leopard by Finland", eine Farr 100, unterwegs. Der sage und schreibe 30 Meter lange Super-Maxi überquerte die Ziellinie nach nur 8 Tagen, 14 Stunden, 39 Minuten und 51 Sekunden.

Gros des Feldes auf halber Strecke

Wenngleich Crew, Skipper und Projektinitiatoren im Vorfeld kräftig die Werbetrommel für den ARC-Rekordversuch des Leoparden gerührt hatten (siehe Video), so ist der sportliche Wert der neuen Bestzeit doch begrenzt. Zu etwa Dreivierteln setzt sich das in diesem Jahr knapp 180 Boote umfassende Teilnehmerfeld der ARC aus reinen Fahrtenseglern zusammen. Und auch die verbleibenden Crews sind in der Mehrzahl lediglich ambitionierte Amateure und eben keine millionenschwer gesponserte Profisegler.

Die Crew der "Leopard by Finland" will 2014 den ARC-Rekord brechen. Statements kurz vor dem Start

So hatte schlussendlich die "Leopard by Finland" nur einen ernsthaften Konkurrenten im Rennen um die Line Honors: den britischen Volvo 70 "Monster Project". Der lag gegen Ende des Rennens nach einem frühen Spi-Verlust jedoch knapp 200 Seemeilen hinter dem Supermaxi.

Während die beiden Führenden also schon im beziehungsweise kurz vorm Ziel sind, hat das Gros der Atlantiküberquerer noch fast den halben Weg vor sich. Die ersten Fahrtenyachten dürften Saint Lucia frühestens gegen Ende der Woche erreichen.

ARC+ als noch recht neues Zusatzangebot

Anders einige Teilnehmer der in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgetragenen ARC+. Die ersten von ihnen haben die Karibikinsel bereits am Dienstag erreicht, allen voran die größte und schnellste Yacht im 50 Boote umfassenden Feld, die Cigale 18 "Eleonora 2". Aber auch die deutsche "Garlix", eine XP-44 von Dagmar und Jens Garlin, war in Saint Lucia unter den ersten zehn Booten im Ziel.

Erstes ARC+ Boot Eleonora 2 in Saint Lucia

Die "Eleonora 2" erreichte am Dienstag als erstes Boot der ARC+ Saint Lucia

Die ARC+ war am 9. November mit zwei Wochen Vorsprung vor der ARC gestartet. Clou dieser noch jungen Erweiterung der herkömmlichen ARC ist ein Zwischenstopp auf den Kapverden. Die Route in die Karibik muss mithin nicht mehr nonstop bewältigt werden, sondern sie teilt sich auf in eine knapp 900 Seemeilen lange erste und eine rund 2100 Seemeilen lange zweite Etappe.

Der mehrtägige Halt in der Marina Mindelo auf São Vicente/Kapverden gibt den Seglern Gelegenheit, die Inseln kennenzulernen, gegebenenfalls am Boot erforderliche Reparaturen vornehmen zu lassen, Proviant und Treibstoff nachzubunkern oder auch noch einmal einen Crewwechsel vor dem eigentlichen Sprung über den Großen Teich durchzuführen. 

ARC+ 2014 Flotte in Mindelo auf Kapverden

Die ARC+-Flotte beim Etappenstopp im Hafen von Mindelo auf den Kapverden

Über die ARC+, die neue Möglichkeit, bei der ARC mitzumachen, erscheint in der kommenden Ausgabe der YACHT (Heft 1/2015, ab 13. Dezember im App-Store und ab 17. Dezember am Kiosk) ein ausführlicher Bericht.

Pascal Schürmann am 03.12.2014

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