Refit-Blog, Woche 72
Ihre Meinung: Retro oder Kontrast? Das Dehlya-Innendesign

Welche Form der Innenausbau annehmen soll, ist geklärt. Aber welche Farbe wofür? Und wie sieht das dann im Ganzen aus? Da müssen Profis helfen – und Sie!

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 06.04.2018
Moodboards für den Dehlya-Refit Moodboards für den Dehlya-Refit Moodboards für den Dehlya-Refit

Schnaase Interior Design Moodboards für den Dehlya-Refit

Alles surrt und rotiert: die Poliermaschinen, die Winkel- und Bandschleifer, die Akkuschrauber und Oszillationssägen. Auch Meister Hein, sonst eigentlich die Ruhe selbst, der Fels in der Brandung, steht unter Spannung. Auf der Mittelmann's Werft in Kappeln an der Schlei hat sich die relative Ruhe des Winterbetriebs schlagartig verabschiedet.

Stattdessen herrscht Kran-Wahn. Oder, wie Betriebsleiter Bo Teichmann sagt: "die Könnten-Sie-nicht-noch-mal..?-Wochen". Noch mal schnell zwei Teak-Stäbe austauschen, mal eben einen Gelcoatschaden beheben, ‘ne neue Lichtmaschine einbauen...

Unsere Dehlya 25 hat in dieser tolldreisten Zeit, da jeder am liebsten über Nacht zu Wasser will, zwangsläufig Pause. Keine Treppe führt mehr ins Cockpit, kein LED-Strahler erhellt ihren Innenraum, kein Thilo und kein Paul, die sie mit coolen Ideen und kundigen Händen neu ausbauen. Das einzige, was sich bewegt, sind die Staubpartikel auf ihrem noch rohen Deck.

Stillstand allerdings herrscht dennoch nicht. Denn während die Jungs sich vorübergehend um andere Boote bemühen, hat die Hamburger Stilistin Birgit Schnaase und ihr Team von Architekten an den künftigen Farbwelten gearbeitet. Was, offen gestanden, keine kleine Aufgabe ist.

Anders nämlich als zu den Anfängen des Yachtbaus besteht der Ausbau ja nicht mehr zwangsweise aus Holz, vorzugsweise dunklem. Die Polster sind heute auch nicht automatisch blau, auf der Dehlya schon gar nicht. Denn unter Deck findet sich momentan kein einziger Quadratmillimeter Teak oder Mahagoni, weil die Kojenpodeste und die Navi-Ecke aus leichten DuFlex-Schaumplatten bestehen. Tradition ist also nicht. Folglich muss ein anderes Konzept her.

Das bestimmen die Profis des Interior Designs, wenn sie bei Super- oder Serienyachten hinzugezogen werden, nach Vorgesprächen mit den Eignern, nach den Gegebenheiten im Boot und nach ihren eigenen Vorstellungen. So entstehen für sämtliche Flächen Gestaltungsideen, die in sogenannten "Moodboards" einen ersten Eindruck vermitteln. Früher hätte man gesagt: "Mustertafeln".

Schnaase Interior Design Variante 1: eher retro

Schnaase Interior Design Variante 2: mehr Kontrast

Diese Tafeln geben eine Vorahnung, wie Polster, Kissen, Einbauten, Boden, Innenschale und Wandbespannung aussehen könnten. Das geht fixer, als aufwändige Illustrationen oder Skizzen zu erstellen, und es ist auch konkreter, weil die Muster der Wirklichkeit näher kommen als ein kühner Pinselstrich.

Für unsere Dehlya haben Manon Jedzini und Birgit Schnaase, zu deren Kunden schon Contest, Delphia und Hanseyachts zählten, zwei Farbwelten entwickelt: eine etwas zurückhaltendere mit gedeckteren Tönen, eher im Retro-Style, und eine, die kräftiger wirkt, gleichwohl immer noch gediegen und warm.

Die Architektinnen haben natürlich schon einen Favoriten. Wir auch. Aber weil wir das ja nicht für uns machen, sondern für Sie, wollen wir jetzt Ihre Meinung hören:

Variante 1 oder 2? Zurückhaltend oder markant? Was würden Sie wählen? Machen Sie mit bei unserer Umfrage!
(Wenn die Umfrage nicht angezeigt wird, klicken Sie bitte hier .)

Dieser Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung.

Umsetzen werden es dann die Bootsbauer von Mittelmann's, die Polsterer von NautiSattler und die Spezialisten für Decksbeläge von der Hadamovsky-Werft in Radolfzell am Bodensee. Falls Sie übrigens eine ganz andere Farbgebung favorisieren sollten: Basteln Sie doch Ihr eigenes Moodboard. Wie es geht, haben Sie ja nun gesehen. Eine kurze E-Mail mit kurzer Begründung genügt.

Mittelmann's Werft/B. Teichmann So sieht's derzeit noch aus unter Deck der Dehlya 25


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