Sicherheit

Hunderte Geldbußen gegen Skipper verhängt

Bei einer Großkontrolle sind über 4000 Crews auf norddeutschen Binnengewässern von der Polizei überprüft worden. Dabei wurden über 700 Skipper zur Kasse gebeten

Pascal Schürmann am 24.05.2018
IMG_5623.CR2
Ben Scheurer

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten bekam mancher Freizeitskipper unangenehmen Besuch: Die Wasserschutzpolizei kam längsseits, ließ sich Bootsführerscheine und Schiffspapiere zeigen und überprüfte bei begründetem Verdacht den Alkoholpegel des Schiffsführers. Auch Drogentests wurden veranlasst, und bei Motorbooten führten die Beamten zusätzlich Geschwindigkeitskontrollen durch.

An den Schwerpunktkontrollen waren Wasserschutzpolizeien der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt. Kontrolliert wurden auf den Binnengewässern insgesamt 183 Berufsschiffe (Güter- und Tankmotorschiffe, Schubverbände, Fahrgastschiffe, Fähren) und 4433 Sportboote sowie 54 sonstige Fahrzeuge (schwimmende Geräte, Spreewaldkahn, Tretboote etc.).

Zu tief ins Glas geschaut

Die Bilanz: 19 Strafverfahren seien eingeleitet worden, mehrheitlich wegen des Führens eines Fahrzeugs unter Alkoholeinfluss. Ein Sportbootführer konnte mit einem Atemalkoholwert von 3,2 Promille festgestellt werden, weitere  mit je 2,89, 1,68 und 1,54 Promille. Auch ein Fahrzeugführer eines Gütermotorschiffes hatte zu tief ins Glas geschaut, er steuerte sein Schiff mit einem Atemalkoholwert von 2,47 Promille.

Darüber hinaus erhielten 257 Skipper eine Ordnungswidrigkeitsanzeige, gegen 707 wurden Verwarngelder erlassen. Zumeist, weil auch sie zu viel getrunken oder aber gegen Verkehrsvorschriften auf dem Wasser verstoßen hatten. Das Fehlen von Berechtigungsscheinen sei ebenso geahndet worden wie das Fehlen von Kennzeichnungen für Kleinfahrzeuge, heißt es in einer Mitteilung des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern. 

Auch künftig wird es solche großangelegten Kontrollen geben. "Die Vielzahl der Feststellungen zeigt, dass diese intensiven Kontrollmaßnahmen einen erheblichen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs leisten", begründet Peter Mainka, Direktor des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern.

Pascal Schürmann am 24.05.2018

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online