Gerettet

Heißer Draht im kalten Wasser

Die französische Einhandikone Florence Arthaud geht vor Korsika über Bord. Sie segelt allein. Dank wasserdichtem Handy kann sie Hilfe rufen

Alexander Worms am 31.10.2011
Florence Arthaud

Glück im Unglück: Die gerettete Florence Arthaud nach ihrem Sieg bei der Route du Rhum

Ihr Anruf gilt dem Bruder in Paris. Der verständigt sofort die Rettungskräfte. Da es bereits dämmert und das Wasser nurmehr 18 Grad kühl ist, ist Eile geboten. Zu ihrem Glück trägt Arthaud eine Stirnlampe. Durch sie wird der Hubschrauberpilot auf sie aufmerksam. Nach anderthalb Stunden ist die Französin gerettet. Unterkühlt wird sie in ein korsisches Krankenhaus gebracht.

Zur Ursache des Überbordgehens gibt sich Arthaud selbstkritisch: „Dumm genug: Beim Über-Bord-Pinkeln habe ich mich nicht angeleint, wie sonst immer. Da reichte schon eine kleine Welle, und ich lag im Wasser … Das ist schon ein bisschen beängstigend, wenn du glaubst, dass du gleich ertrinkst",  so die Seglerin weiter. „Ich habe gleich an alle Freunde gedacht, die in ähnlichen Umständen ums Leben kamen.” Wie etwa Eric Tabarly. Ebenfalls ein französischer Segelheld. Er fiel in der Irischen See von seinem eigenen Schiff. Trotz Besatzung an Bord wurde er nicht gerettet. 

Das Unglück zeigt, dass ein wasserdichtes Handy auf einer Yacht durchaus von Vorteil sein kann. Es zeigt jedoch auch, dass alle Maßnahmen getroffen werden sollten, um gar nicht erst über Bord zu gehen. Inklusive der Verwendung der Toilette unter Deck. Dennoch: Wie ein Handy mittels Umhausung dichtzubekommen ist, steht im Test von diversen Cases in YACHT-Ausgabe 24/2011.

Alexander Worms am 31.10.2011

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